Wettbewerbe – Ultraleichtflug

Warum überhaupt an Wettbewerben teilnehmen?

Dafür gibt es viele, sehr individuelle Gründe. Für manchen geht es um (gesunde) Konkurrenz mit anderen, im Team oder auch allein. Für andere ist es der Reiz, Überland zu fliegen, die eigenen Grenzen zu erweitern, andere, gleichgesinnte Menschen unterschiedlichster Provenienz zu treffen und kennenzulernen. Völlig unabhängig von diesen Motiven gibt es kaum einen besseren Weg, die eigenen fliegerischen Fähigkeiten systematisch zu entwickeln und zu verbessern sowie die Leistungsfähigkeit des benutzten Fluggerätes aber auch dessen Grenzen kennenzulernen.

Wettbewerbsflieger werden/sind bessere Flieger, sind sicherere Flieger! …geht es doch nicht um Stunts oder Materialbelastungstests, sondern um präzise Navigation, sauberstes Fliegen und meisterliches Landen – also um alles, was man ohnehin tut, nur etwas besser, trainierter und sicherer.

Wettbewerbsflieger sind Sonder-Botschafter der UL-Szene! Stellen sie doch ein herausragendes Marketingelement bei der Werbung um Mitglieder und die Gunst der öffentlichen Meinung der Wettbewerbsflieger dar.
Wettbewerbsflieger sind Vorbilder für unseren Nachwuchs, sie tragen diese Verantwortung ganz bewusst.

Ist Wettbewerbsfliegen nicht gefährlich?

Eigentlich nicht! Gerade Nachwuchswettbewerbe, aber auch (inter)nationale Veranstaltungen werden selbstverständlich unter strengen Sicherheitsvorkehrungen betrieben, geht es doch nicht darum abzuschrecken, sondern darum, für den UL-Sport zu werben und Neulinge an den Sport heranzuführen.

So wird z.B. gewöhnlich bei Ökonomiewettbewerben mit einer Restspritmenge gearbeitet, die es dem Piloten erlaubt, bei einer Fehlkalkulation sicher zum Platz zurückzukehren. Bei Ziellandungen wird mit Motorleerlauf (statt -stop) gearbeitet, so dass die Möglichkeit eines go-around sicher gegeben ist.

Bei vorhergesagten schlechtem Wetter (Windgeschwindigkeiten, Böigkeit, Gewitter, etc.) wird der Wettbewerb natürlich ausgesetzt oder abgebrochen und letztlich obliegt die Entscheidung natürlich bei dem Piloten selbst.

Benötige ich spezielles, teures Material?

Das gerade eben nicht! Wettbewerbe sind offen für jeden, der ein legales Ultraleichflugzeug fliegt (FAI_sc10_08) und mindestens 50 Stunden als PIC nach Schein absolviert hat und über eine FAI-Sportlizenz verfügt (über den Landesverband gegen eine kleine Gebühr zu beantragen).
Viele der modernsten Geräte haben z.B. bei Kurzstart- und Landewettbewerben sogar deutliche Nachteile gegenüber so manchem Oldtimer, die allerdings in anderen Wettbewerbsaufgaben auszugleichen sind. Dies gilt auch für „betagte“ Geräte. Die Anlage der Wettbewerbsaufgaben, die Mischung z.B. von Geschwindigkeits- und Ökonomieteilen lässt praktisch jeden Gerät eine gute Chance.
…und wenn man nicht selber fliegen will, es gibt hinreichend spannende Aufgaben als Navigator in den Doppelsitzerklassen oder Marshal bei der Wettbewerbsabwicklung!

Wie fange ich das Wettbewerbsfliegen an?

Im Moment versuchen wir in Deutschland wieder eine neue Wettbewerbslandschaft ins Leben zu rufen. Wenn ihr Interesse habt oder zunächst einmal euer Informationsbedürfnis befriedigen wollt, wendet euch bitte an eure UL-Referenten im zuständigen Landesverband. Selbst wenn wir in Deutschland auf absehbare Zeit noch keine eigenen Wettbewerbe auf die Beine stellen können, gibt es Möglichkeiten bei unseren Nachbar, in Tschechien z.B. an deren Wettbewerben gleichberechtigt teilzunehmen und dort schnell und effizient von vielen hervorragenden Wettbewerbsfliegern zu lernen.

Also: dann mal ran!

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