Ein neuer Europameister für NRW – Die Freiflug Europameisterschaft in Italien

BERND HÖNIG

Zwei Teilnehmer des Landesverband´s NRW hatten sich für die Freiflugeuropameisterschaften in Italien qualifiziert. Der Jüngste: Christopher Thom ,F1A Pilot von den Luftsportfreunden 2000 Kamen/Dortmund. Der Erfahrene: Michael Seifert, F1B Pilot von den Luftsportfreunden aus Schwelm.

Die Europameisterschaft vom 5.- 12. August fand 70 Km westlich von Florenz in Capannori in der Toscana statt. Jeweils zwei Tage kämpften die Piloten und Helfer in den verschiedenen Modellflugdisziplinen um den Titel. Bei Temperaturen bis zu 40° Celsius war es kein leichtes Unterfangen Thermik zu finden und Absaufer zu vermeiden. Haben es doch die F1A Piloten etwas einfacher, da sie ihre Modelle mit einer 50m langen Startleine läuferisch auf Höhe bringen und so eine Rückmeldung über die Zugkraft des Modells bekommen.

F1B Team. Von links: M.Seifert, B.Silz und Klaus Leissner

Im Gegensatz dazu die F1B Piloten. Ihre Modelle werden von einem Gummimotor auf Flughöhe gebracht, sie müssen auf die klassischen Thermikanzeiger und ihr Gefühl bauen.
Beide F1B Piloten konnten sich nach sieben Maximalzeiten für das große Stechen am folgenden Tag morgens um 7:00 Uhr qualifizieren.

Christopher hatte schon den Mannschaftstitel in F1A inne. Als einziges Team (drei Piloten eines Landes) von 26 teilnehmenden Ländern, flog nur die Deutsche Mannschaft Maximal-Zeit. In der Einzelwertung belegte Christopher Thom Rang 7. Seine Teammitglieder: Dieter Klink aus Schleswig Holstein und Sigfried Limberger aus Sachsen Anhalt erreichten Rang 12 und 14.

Als Michael Seifert seinen Antriebsgummi im Stechen aufdrehte, sah man Siegeswillen in seinem Gesicht. Ein guter Start, aber er haderte mit den Gleitflugeigenschaften seines Flyoff Modells. Die Stoppuhr blieb bei 405 Sekunden stehen. Er sollte recht behalten. Nur zwei Sekunden fehlten zum Treppchen und acht Sekunden zum Sieg. So blieb ihm der undankbare vierte Rang. Michaels Teammitglieder Klaus Leissner (HE) und Bernd Silz (RP)
erreichten Rang 12 und 55. Damit belegte das F1B Team Rang 7.

F1C Team. Von links: Manschaftsassist D.Klink, C.P. Wächtler, D.Meißnest und C.Gretter

Die F1C Piloten (Modelle mit Verbrennerantrieb) waren weniger erfolgreich.
Mit fünf Verlustrunden erreichten Dittmar Meißnest (BW),Claus Gretter (HE) und Klaus Peter Wächtler (SN) am Ende die Ränge 19, 25 und 32.
Zu aller Überraschung landeten dann doch noch alle auf dem Treppchen, als der dritte Rang in der Nationenwertung verkündet wurde.

Mit der Siegerehrung und dem anschließenden Bankett im Garten einer ehrwürdigen alten toscanischen Villa fand eine perfekt ausgerichtete Europameisterschaft ihr Ende.

Einen Kommentar schreiben

Finde deinen nächstgelegenen Verein

Gib deine Stadt oder PLZ ein: