Zur Nachahmung empfohlen

Matthias Gudorf

Zum zehnten Mal führte die Luftsportgemeinschaft Steinfurt e.V. einen bunten Nachmittag mit Rundflügen und allerlei Überraschungen für Patienten der Kinderkrebsstation der Uniklinik Münster sowie deren Familien durch.

Doch zuvor gab es unter der Leitung von Friedhelm Posner einiges zu organisieren. Hier ein Auszug aus der To-Do-Liste:

  • Clubhaus und Außenanlagen auf Vordermann bringen,
  • Kaffee, Kuchen und Getränke besorgen (Listen für Kuchenspenden aushängen),
  • Tische und Bänke aufstellen,
  • Flugzeuge für Rundflüge reservieren (Klarstand?),
  • Presse informieren,
  • Preise für Tombola / kleine Geschenke besorgen,
  • usw.
  • aus gehts ...

    aus gehts …

    Da auch der Einsatz von Motorflugzeugen geplant war, musste zuvor eine entsprechende Ausnahmegenehmigung für den Betrieb auf dem Segelfluggelände Borghorst-Füchten bei der Bezirksregierung Münster beantragt werden. Der dafür zuständige Mitarbeiter Hermann Innig reagierte unbürokratisch, schnell und fliegerfreundlich, so dass die Motorflugzeuge antragsgemäß eingesetzt werden konnten. Inzwischen hatten sich die im Uniklinikum aushängenden Listen gefüllt, so dass schließlich bei bestem Fliegerwetter 40 kleine Patienten mit Ihren Familien – zusammen rund 100 Personen – auf dem Flugplatz begrüßt werden konnten. Die erste Überraschung des Tages erfolgte als Kalle Schröder mit seiner Beech-Bonanza aus Nordhorn-Lingen landete. Denn als Gast hatte er seinen berühmten Namensvetter Atze Schröder mitgebracht, der für diese Aktion gewonnen werden konnte. Nach der Begrüßung stand Atze für viele Fotowünsche zur Verfügung, bis er zum nächsten Termin eilen musste. Während dessen war das Kuchenbuffet eröffnet und die ersten Flugzeuge starteten mit den kleinen Gästen zu Rundflügen über das Münsterland. Übrigens kamen die Pilotinnen und Piloten mit der unsäglichen neuen Gastflugregelung nicht in Konflikt, da auch in diesem Jahr wieder alle Rundflüge auf eigene Kosten durchgeführt wurden. Rolf Wittorf, ehemaliges Mitglied der LSG Steinfurt und inzwischen in Rendsburg beheimatet, ließ es sich nicht nehmen, extra mit seiner Pieper Pa-18 aus dem hohen Norden anzureisen, um mit Kindern ein paar Rundflüge zu unternehmen. Einer seiner kleinen Gäste war so begeistert, dass er gar nicht mehr landen wollte.
    Prominenter Gast: Atze Schröder

    Prominenter Gast: Atze Schröder

    So wurde aus einem kleinen Rundflug eben ein ausgedehnter Flug über das Münsterland. Große Augen gab es auch bei den Kindern und manchen Vätern, als Hans-Peter Elkmann sein Modell einer französischen Mirage mit echtem Jetantrieb in den Himmel steigen ließ. Ein weiterer Höhepunkt waren die Fallschirmspringer des Fallschirmsportclubs Rheine. Sie boten sechs Kindern die Möglichkeit, einen Tandemsprung aus 4.000 m Höhe zu erleben. Zuvor war es Friedhelm Posner gelungen, Sponsoren für die Sprünge zu gewinnen. Zudem unterstützte, wie in den Jahren zuvor, der Lions-Club Steinfurt die Veranstaltung finanziell. Beliebt waren an diesem Nachmittag auch Segelflüge mit Heidi Balkenhol im vereinseigenen Twin-Astir. Wer nicht fliegen durfte, hatte zumindest die Möglichkeit, in einem Flugzeug Platz zu nehmen, dem Piloten Löcher in den Bauch zu fragen und sich von Papa oder Mama fotografieren zu lassen. Zwischendurch verrenkten sich die Gäste auf der Clubheimterrasse die Hälse, als der erst 17-jährige Marvin Woltering gekonnt Segelkunstflug vorführte. Am Abend waren dann alle Gastflüge durchgeführt und die Gäste hatten bereits die Heimreise angetreten. Aber nicht alle, denn einige Kinder hatten nur auf diese Gelegenheit gewartet. Sie gingen zu „ihren“ Piloten um noch einmal die Welt von oben sehen zu können. Wer konnte dazu schon nein sagen?
    Manche der Kinder und Ihre Eltern kennen wir jetzt schon ein paar Jahre. Manchen Kindern geht es zum Glück besser, bei anderen hingegen ist keine Besserung eingetreten oder der Zustand hat sich sogar verschlechtert. Leider gibt es auch Kinder, die in dieser Zeit gestorben sind. An diesem Nachmittag überwogen jedoch die gute Laune und das Erlebnis Fliegen. Wir sind uns daher sicher, mit dieser Aktion wieder etwas wirklich Sinnvolles getan zu haben. Für uns Grund genug, diese Aktion in den nächsten Jahren fortzuführen. Eindrücke von der Veranstaltung vermittelt ein Beitrag des lokalen Internetsenders: www.vor-ort-in-steinfurt.de Schaut rein! Es lohnt sich!

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