Ein Ei im Mittelpunkt!

Kai Jordan

Die „Flugsportgemeinschaft Schwarze-Heide“ (FSG) feiert den Saisonabschluss mit einem Ziellandewettbewerb

Nach dem erfolg- und lehrreichen Fluglager in Stendal (Sachsen-Anhalt) Mitte Juli diesen Jahres, war der Saisonhöhepunkt erreicht und die Flugsaison wurde wieder ruhiger. Ein Highlight heben wir uns jedoch traditionell für die letzten Monate des Jahres auf: ein Herbstfluglager, um vor dem Winterschlaf noch einmal fleißig Flugstunden zu sammeln.

Leider machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Damit lag die Konzentration nur noch auf einzelnen Tagen. Trotzdem kamen schöne Schulflüge zusammen und die Ausbildungsnachweise füllten sich. So zum Beispiel mit Schleppstörungen und Seitenwindlandungen.

Ein Ass hielten wir noch im Ärmel versteckt

Bei einer goldigen Herbstwetterlage, mit leichten thermischen Einflüssen, trafen sich die Segelflieger der Flugsportgemeinschaft Schwarze-Heide am Samstag, den 26. Oktober 2013, pünktlich um 10 Uhr morgens zum Ziellandewettbewerb.

Für diejenigen, die noch nie den verrückten Gedanken hatten ein kleines Bio-Ei fachmännisch zu „zerlanden“: Es ist schwieriger, als es in der Theorie erscheint. Die Fahrt muss stimmen, man darf nicht zu hoch und nicht zu tief einfliegen. Die Klappen dürfen auch nicht vernachlässigt werden! Doch klappt es wirklich? Wird die Landung schön weich?

Ziellandung der besonderen Art

Ziellandung der besonderen Art

Der Flug selbst, sollte aus dem Segelflug-Bilderbuch sein. Bewertet wurden Start, Platzrunde und Landung. Letzteres war natürlich das besondere Augenmerk des Tages. In einem speziell hierfür errichteten Landefeld, musste das Hauptrad den Boden berühren.
Trotz des relativ starken Seitenwindes haben die Meisten die Landezone getroffen.

Doch das Ei, ein kleines gefärbtes Bio-Ei, wurde lediglich von Zweien getroffen. Zerstört wurde es sogar nur ein einziges mal.

Der erste Versuch scheiterte an der außerordentlich sauberen Landung. Der Pilot verfehlte nur knapp und hinterließ einen deutlich erkennbaren Gummiabrieb auf der Eierschale.

Die besondere Situation erforderte besondere Maßnahmen. „Egons Rache“ musste ran.
Egon, so heißt der Oberhausener Motorsegler Typ SF25C Falke. Der Pilot brachte die Maschine routinemäßig runter. Ungläubig vernahm man im Cockpit nur ein lautes: „Das Ei ist kaputt!!!“.
Voller Freude wurde das Ergebnis geprüft. Das Ei war kaputt, nach mehr als 45 Flügen.

Jeder schöne Tag findet leider irgendwann sein Ende

Ein paar Minuten vor Sonnenuntergang gingen die letzten Flüge raus. Die Flieger kamen in den Genuss einer voll-beleuchteten, 1500m langen Asphaltbahn, bevor sie in ihre Winterquartiere bezogen.

Bei deliziösen Köstlichkeiten vom Grill und Kühlem aus dem Hahn bzw. aus der Kühltheke, begann die Siegerehrung. Ob Schüler, Scheininhaber oder Fluglehrer und Flugbegeisterte, alle waren glücklich und zufrieden! Ein wundervoller Tag, versank im Sonnenuntergang und die Flugsaison 2013 gleich mit.

Die Winterarbeit steht an. Die Vorfreude auf die nächste Saison, auf vielen schöne Flüge und Wochen wächst von Tag zu Tag.

In diesem Sinne wünschen die Flieger von der Flugsportgemeinschaft Schwarze-Heide ein tolles Saisonende. Vielleicht trifft man sich einmal in der Luft, oder nach der Ziellandung!

Saisonabschluss auf dem Flugplatz Schwarze Heide

Saisonabschluss auf dem Flugplatz Schwarze Heide

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