Aktion A-Pilot 2014

 

aktionApilot_niklasAm 22.04. habe ich mich im Osterlager vom LSV Goch freigeflogen.
Es war schon länger fällig und meine letzten Duzend Starts waren nur Platzrunden, bei denen sich der Fluglehrer zurückgelehnt und fast gar nichts mehr gesagt hat.
Einige meinten aber, dass ich bald soweit sei, ich mich schon mal drauf vorbereiten sollte und mit dem Fluglehrer noch einmal eine Startunterbrechung und Landung aus ungewohnter Position machen sollte.
Nachdem ich deswegen einen Fluglehrer gefragt hatte, ob wir das irgendwann in nächster Zeit üben könnten, kam auch gleich eine halbwegs unangekündigte Startunterbrechung, bei der alles glatt lief, sodass sich danach der zweite Fluglehrer mit mir in unsere schöne ASK21 setzte.
Seine Worte „Wenn ich jetzt eingreifen muss, hast du deine Chance für heute verpasst!“ haben mich zwar etwas beunruhigt, aber auch hier lief alles gut, sodass auch er ebenfalls sein Okay für meine A-Prüfung gab.
Alles ging so schnell, dass ich gar keine Zeit hatte, nervös zu werden. Als ich in der Luft war habe ich mich nochmal tatsächlich noch mal umgesehen, ob ich wirklich alleine im Flugzeug saß.
Bis auf Kleinigkeiten war alles super, auch wenn ich froh war, nach einer halbwegs ordentlichen Landung wieder unten zu sein.
Ein richtiges Glücksgefühl kam erst beim zweiten und dritten Start auf, als ich fast alleine in der Platzrunde war und die Bestätigung nach dem ersten Start hatte, dass ich alleine fliegen kann.
Beim dritten Start musste ich leider im Saufen kreisen, da ich aufgrund unserer vielen Schüler keinen Thermikflug machen sollte, sodass dieser Flug, der sich aber wesentlich länger anfühlte, schon nach circa vier Minuten vorbei war.
Wieder am Start angekommen, fiel mir ein Stein vom Herzen, als mir die Fluglehrer sagten, dass alles gut gewesen sei und mir meinen Ausbildungnachweis mit der frischen Unterschrift gaben.
Den Rest des Tages habe ich mir eigentlich nur Gedanken über das typische Freiflug-Ritual gemacht, dass zwar schmerzhafter, aber auch definitiv kürzer als erwartet war.

 

aktionApikot_nathalie2

Mein Name ist Nathalie und ich hab mich am 26.10.2013 frei geflogen. Mein erster Alleinflug war ein wirklich tolles Erlebnis für mich! An dem sonnigen HerbaktionApilot_nathalie1stwochenende war nur ein kleiner Teil unserer Jugendgruppe am Flugplatz, da die meisten auf einem Jugendausflug waren. Ich konnte nicht mit, da wir am nächsten Tag in den Urlaub gefahren sind. Als wir dann nur fünf Flugschüler waren, war mein größer Tag gekommen. Ich fühlte mich toll und es war ein wirklich tolles Erlebnis. Am Abend hab es traditionell einen Distelstrauß und natürlich gab es auch Schläge auf das Gesäß. Meine ganze Familie kam an dem Abend dazu und machte mir den Tag noch ein mal schöner. Diesen Tag werde ich nur vergessen.

 

 

Ich heiße Celina und bin 15 Jahre alt. Am 30.03.2014 habe ich mich frei geflogen und ich kann mich noch an den Tag erinnern, als wäre er gestern gewesen. Das erste Wochenende nach der Saisonpause, die sechs Monate andauerte und für uns Segelflieger viel zu lang war. Mein Fluglehrer stand nach der Landung völlig unerwartet vor mir und meinte: Du kannst alleine fliegen. Natürlich hatte ich gedacht, dass das ein schlechter Scherz war, aber nachdem ich sah, dass es ernst gemeint war, fiel mir auf, dass ich schon seit längerer Zeit ohne Hilfe vom Fluglehrer flog. Also setzte ich mich in die ASK-21, nachdem wir wieder am Start waren. Dieses mal jedoch alleine. Es war ein echt seltsames Gefühl. So ganz alleine. Nachdem mich das Seil hochzog und in 350 m Höhe ausklinkte, und ich keine Verbesserungen über Funk von meinem Fluglehrer gehört hatte, ging es mir schon wesentlich besser. Oben hatte ich gar nicht mehr das Gefühl alleine zu fliegen. Ehrlich gesagt, konnte ich es nicht glauben so alleine im Flugzeug. Leider war es schon spät abends und Thermik war nicht mehr vorhanden. Nach einigen Minuten musste ich wieder landen. Es war zwar keine perfekte Landung, aber sie war sicher. Der zweite und dritte Start lief ähnlich ab. Nur dass ich oben in der Luft schon anfing zu singen und zu pfeifen, weil es einfach ein so schönes Gefühl war, auf sich allein gestellt zu sein. Ich fühlte mich frei und konnte alles vergessen. Natürlich musste ich mich konzentrieren, aber es machte mir einfach riesigen Spaß.aktionapilot14_celina
Nachdem ich das Flugzeug drei Mal gelandet hatte, bekam ich erst mal viele Umarmungen und meine Eltern und meine Freunde waren mächtig stolz auf mich. Der Tag war aber noch nicht um. Denn nun kam noch das Ritual. Alle Schüler und Fluglehrer dürfen dem frischen Alleinflieger einen Schlag auf das Gesäß verpassen, damit dieser die Thermik in alle folgenden Flüge besser spürt. Jedoch auch das überstand ich mit viel Lachen. Schade war es, dass es dann auch schon nach Hause ging. Doch ich freute mich schon, nach den 5 Schultagen endlich wieder in meinem Flugzeug zu sitzen und selber zu fliegen. Diesen Tag werde ich niemals vergessen, weil es für mich der Tag war, an dem ich zum ersten Mal selber Pilotin sein konnte.

 

Kommentare geschlossen.

Finde deinen nächstgelegenen Verein

Gib deine Stadt oder PLZ ein: