37. Landesjugendtreffen in Winterberg

Auch in diesem Jahr trafen sich junge, modellflugbegeisterte Luftsportler in Winterberg, um vom 31.März bis zum 3. April am 37. Landesjugendtreffen teilzunehmen. Vierzehn Teilnehmer stellten sich den Herausforderungen und wurden dabei von sieben Betreuern unterstützt. Die Unterkunft war, wie im vergangenen Jahr, das Sportheim der Jugendherberge Winterberg.

Max mit seinem Zwergkautzh

Max Finke mit seinem Zwergkautz.

Der Wetterbericht meldete für das Wochenende beste Bedingungen um dem Modellflug nachzugehen. Obwohl es am Abend der Anreise etwa zehn Zentimeter Neuschnee gab, trafen alle Mannschaften wohlbehalten ein und freuten sich auf die erste Modellbautätigkeit. Gleich am ersten Abend wurde der Wurfgleiter (Zwergkautz) gebaut. Für die erfahrenen Bastler stellte er zwar keine große Herausforderung dar, wird jedoch immer wieder gerne gebaut, um seine eigene Präzision von Jahr zu Jahr zu optimieren. Da es beim Landesjugendtreffen nicht nur ums Bauen und Zusammenkleben von Balsaholz geht, sondern auch um Genauigkeit, Sorgfalt und Vorgaben, wurden die fertigen Wurfgleiter nach Fertigstellung bewertet.

Freitagmorgen bekam der Zwergkautz den letzten Schliff. Da das Wetter noch nicht ganz mitspielte und die Wiese am Hang noch recht schlammig war, ging das Ganze dann nahtlos in die nächste bauliche Herausforderung über. Für den Wettkampf in der Halle hatten alle Teilnehmer die Aufgabe bekommen, einen Luftwellengleiter zu bauen. Die meisten Teilnehmer konnten mit dieser Art des Modellflugs noch nicht viel anfangen. Ein kurzer, interessanter Vortrag jedoch ließ das Interesse schnell stark ansteigen. Jeder Teilnehmer bekam eine DEPRON Platte, eine kurze Zusammenfassung und einige Baupläne, um starten zu können. Die älteren Piloten unter den Teilnehmern hatten ihre Erfahrungen beim Konstruieren der Modelle einfließen lassen und so einige beachtliche Flugzeuge erstellt. Nach der Fertigstellung wurde die Flugfähigkeit getestet. Bei diesem Wettbewerb ging es darum, eine abgesteckte Strecke möglichst schnell zu durchfliegen. Angefangen mit einer einfachen geraden Strecke bis hin zu schwierigeren mit mehreren Kurven und U-Turns. Alle Jugendlichen hatten eine Menge Spaß und meisterten die Aufgaben mit Erfolg. Das beste Ergebnis erzielte dabei die Mannschaft des LSV-Lilienthal. Nach Beendigung des Wettbewerbes durfte alle Teilnehmer noch einige Runden mit dem Fesselflieger, unter Aufsicht und Führung von Klaus Kosmalla, drehen.

Lukas Jäger bei den ersten Versuchen einen Luftwellengleiter mit den Händen zu steuern h

Lukas Jäger bei den ersten Versuchen einen Luftwellengleiter mit den Händen zu steuern.

Um für den Samstag vorbereitet zu sein, waren noch einmal die baulichen Fähigkeiten gefragt. Als RC-Modell wurde dieses Jahr ein Styro-Nurflügler der Firma Hacker gebaut. Der Tag wurde mit tollen Vorträgen von Lukas Jäger und Kai Lammersmann beendet. Kai hatte eine schöne Präsentation über die Freiflugklasse F1A gehalten und jede Menge Anschauungsmaterial für alle Mann bereitgehalten. Lukas hatte einen sehr interessanten und freien Vortrag über die, immer größer und bekannter werdende, Modellflugklasse R.E.S. gehalten.

Samstagmorgen setzte der schöne blaue Himmel den Teilnehmern ein breiten Grinsen auf das Gesicht. Auf dieses Wetter hatten wir gewartet. Nach einem kurzem Briefing, machten alle Teilnehmer einige Probestarts mit dem Zwergkautz, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Ziel war nun, eine möglichst lange Flugzeit zu schaffen, wobei die Maximalzeit bei einer Minute lag. Alle Flüge unter zehn Sekunden galten als Fehlstart und durften wiederholt werden. Keine Seltenheit an diesem Tag waren Probeflüge, die nicht gewertet wurden, jedoch weit über einer Minute lagen.

Die beste Flugzeit erreichte Marvin Ehrt mit einer Minute, dicht gefolgt von Nikolai Cleve mit neunundfünfzig Sekunden. Die beste Mannschaft, mit einer gesamten Flugzeit von knapp sieben Minuten, war der Erste Flug-Modell-Club Walsum (1. FMC) / Düsseldorfer Aero Klub.

Startvorbereitung

Paul Stania und Carlos Lammersmann (links) bereiten die Rakete für Start vor

Nach dem Wettbewerb hatten alle Teilnehmer ihre RC-Modelle ausgepackt und sind geflogen, was der Akku hergab. Eine Menge Spaß kam dabei mit dem Nurflügel auf, welcher sich bei mittleren Hangwinden solide und anfängerfreundlich Fliegen ließ.

An dem letzten Abend wurde mit dem erfahrenen Raketenmodellbauer und Piloten Paul Stania ein Raketengleiter gebaut. Es handelt sich dabei, um einen Balsagleiter, welcher mit Hilfe einer Rakete startet, sich ausklingt und seine Kreise dreht.

Sonntagmorgen ging es ein letztes Mal in Richtung Hang, um die Raketen steigen zu lassen. Die Siegerehrung wurde in diesem Jahr durch unseren Präsidenten Stefan Klett durchgeführt. Den ersten Platz, mit 362 Punkten erreichte die Mannschaft des 1. FMC Walsum im Verbund mit dem Düsseldorfer Aero Klub. Den zweiten Platz, mit 358 Punkten, erreichte die Mannschaft des Luftsportverein Lilienthal. Der dritten Platz ging mit 333 Punkten an die Mannschaft des RCMC Düsseldorf.

Sven Butzki bei seinem ersten Wertungsflugh

Sven Butzki bei seinem ersten Wertungsflug.

 

An diesem Wochenende konnten wir mit einigen Neuerungen und Altbewährten aufwarten. Im Gesamten hatten wir aber vor allem eines: jede Menge Spaß und freuen uns alle schon auf das 38. Landesjugendtreffen.

Sei dabei im nächsten Jahr!

Nähere Informationen erhältst Du von
Mirko Rosenberg mirko.rosenberg@gmx.de und
Evelyn Höfs wue.hoefs@t-online.de

 

 

LJT 1_Platzh

Platz 1 belegte der 1. FMC Walsum mit Düsseldorfer AK

LJT 2_Platzh

Zweiter wurde der LSV Lilienthal.

 

LJT_3_Platzh

Der RCMC Düsseldorf wurde dritter.

 

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