600 kg – Kampf um klare UL-Zuladung

Der Paukenschlag hat gesessen: die Ankündigung kurz vor der Aero, europaweit für eine andere Gewichtsgrenze bei Luftsportgeräten zu kämpfen, ist wichtiges Gesprächsthema in der Szene.

Mittlerweile haben sich dem Vorstoß des Deutschen Ultraleichtflugverbandes (DULV) und der europäischen UL-Herstellervereinigung LAMA auch die Bundeskommission Ultraleichtflug (BUKO UL) im DAeC und einzelne Hersteller angeschlossen. Den Initiatoren geht es in erster Linie darum, die UL-Fliegerei aus der zunehmenden Illegalität herauszuholen. Nahezu alle heute in Deutschland stückgeprüften Dreiachser-ULs sind mit einem Besatzungsmitglied und etwas Sprit am maximalen Abfluggewicht.

„Das kann nicht so weiter gehen“, sagt Jo Konrad, Vorsitzender des DULV. Deshalb macht er sich für die Kombination aus 600 kg Abfluggewicht und 350 kg als oberste Grenze für das Leergewicht stark und fügt hinzu: „Wir wollen keine schweren Flugzeuge, sondern wir brauchen eine sichere Zuladung.“ Wolfgang Lintl, Vorsitzender der BUKO UL ergänzt: „Alles über 350 kg löst die Probleme nicht.“

Doch die Wünsche der UL-Vertreter sind das Eine, die Umsetzung etwas Anderes. Momentan wird eine intensive Lobby-Kampagne vorbereitet, denn zunächst gilt es, das Europäische Parlament zu überzeugen. An kürzfristigen Lösungen ist vorläufig nicht zu denken. Sollte es zu der angestrebten Rahmenreglung durch die EASA kommen, und die Mitgliedsstaaten diese auch umsetzen, dann wird es zu einem erneuten Aufschwung der UL-Fliegerei kommen, so sind sich Konrad und Lintl sicher.

Quelle: DULV/DAeC BUKO UL

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