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Luftraumplanung

Luftraumplanung ist kein Zufall

… sondern als Ergebnis der Prozesse zu betrachten, die nach dem Kriterienkatalog des BMVBS für die Einrichtung von Lufträumen ablaufen. Ziel ist die Erhöhung der Flugsicherheit aller Nutzer des Luftraums.

Ausschlaggebend für Änderungen der Luftraumstruktur sind folgende Kriterien:

  1. Flugsicherheitsrelevante Vorfälle
  2. Verkehrsaufkommen
  3. Verkehrszusammensetzung
  4. Verkehrskonzentration

Häufen sich Vorfälle oder verändern sich Bewegungszahlen, hat das Einfluss auf die Luftraumplanung. Die DFS analysiert die Nutzung des Luftraums kontinuierlich und gibt im Frühjahr jeden Jahres bekannt, wo sie Luftraummaßnahmen im Folgejahr für notwendig erachtet. Im Sommer werden allen Luftraumnutzern konkrete Vorschläge unterbreitet, die in den jeweiligen Organisationen beraten werden. Im DAeC beschäftigt sich der Ausschuss Unterer Luftraum mit der Thematik. Hier werden die Vorschläge geprüft und Positionen des Luftsports entwickelt. Im Oktober des Jahres kommen alle Luftraumnutzer bei der DFS in Langen zusammen und vereinbaren die für das Folgejahr gültigen Lufträume. Das Ergebnis ist zumeist ein Kompromiss.

Die vereinbarten Luftraumstrukturen gilt es dann zu flexibilisieren, also z. B. Segelflug-sektoren zu vereinbaren und Betriebsbestimmungen auszuhandeln. Ihren Abschluss finden die Arbeiten mit der Drucklegung der jeweils neuen ICAO-Karte.

Im Jahr 2008 hatte der Luftraum über NRW im Wesentlichen folgende Änderungen erfahren:

  • Neugestaltung des Luftraums C Köln/Bonn im östlichen Teil
  • Änderungen des Luftraumes C Köln/Bonn im Bereich südlich von Nörvenich
  • Überarbeitung der TMZ Paderborn

Wir haben über die Maßnahmen in unseren Magazin Luftsport berichtet und unter dem Arbeitstitel six steps to heaven eine Information zur Nutzung der Segelflugsektoren in den Lufträumen in NRW erstellt und in ausreichender Anzahl über die Vereine verteilt, damit die Broschüre den Piloten in allen Segelflugzeugen zur Verfügung stehen konnte. Die relativ geringe Aktivierung der Segelflugsektoren verdeutlicht, dass wir hier noch intensiver aufklären müssen, welche guten und einfachen Instrumente uns zur Verfügung stehen, Lufträume für uns nutzbar zu machen.

Für 2009 streben wir an, den Luftraum Münster/Osnabrück von einem Luftraum D (nicht CTR) in eine TMZ umzuwandeln, da die Verkehrszahlen in Greven seit mehreren Jahren unterhalb der Schwelle für den Luftraum D (nicht CTR) liegen. Luftraumplanung ist also keine Einbahnstraße in Richtung Verschärfungen für den Luftsport.

G. Rademacher
Sprecher AUL-West