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  • Warum überhaupt an Wettbewerben teilnehmen?
  • Um welche Aufgaben geht es überhaupt in UL-Wettbewerben?
    • Im Prinzip geht es um Ziellandungen, Navigationsaufgaben sowie Ökonomie- und Präzisionsaufgaben.

      Ziellandung
      Auf der Landebahn wird ein 100 Meter langes und möglichst 25 Meter breites Feld abgeteilt. Am Anfang gibt es fünf je 5 Meter lange Felder. Das erste Feld zählt 250 Punkte, das nächste 200 Punkte und so weiter. Das letzte Feld bis zum Deckende zählt 25 Punkte.
      Ziel ist es, in dem höchstdotierten Feld mit dem Hauptfahrwerk aufzusetzen. Das ist eine recht schwierige Aufgabe für die Schiedsrichter. Deshalb wird dies bei internationalen Wettbewerben auch videodokumentiert - für evtl. Einsprüche oder Proteste.
      Für die Bewertung, ob jemand das erste Feld gerade noch getroffen hat oder kurz vorher den Boden berührt hat, hilft i.d.R. ein kleiner Sandstreifen vor der Linie.

      Die Wertung im Übrigen:

    • Vor dem Feld aufgesetzt oder seitlich heraus rollt: 0 Punkte. (Bei internationalen Wettbewerben muss der Flieger auch noch innerhalb des 100 Meter Decks zum Stillstand kommen, aber dass kann sehr auf `s Material gehen und muss bei dezentralen Wettbewerben nicht sein)
    • Flieger kaputt: 0 Punkte


    • Der Anflug erfolgt nach folgender Regel:
    • Starten aus einem 100 Meter-Deck
    • Das Ziellandefeld in ca. 300 Metern Höhe in Landerichtung überfliegen.
    • Über dem Ziellandefeld den Motor ausschalten. Je nach Platzvorschrift eine ordentliche aber verkürzte Platzrunde rechts oder links herum einleiten und in einem sauberen Anflug (slippen erlaubt) das Landefeld treffen.


    • Diese Ziellandungen kommen häufiger im Wettbewerb vor, allein oder sinnvoller Weise mit anderen Aufgaben gekoppelt, denn sie bringen pro Landung maximal 250 Punkte; andere Aufgaben dagegen max. 1.000 Punkte.

      Präzisionsaufgabe
      Bei der Präzisionsaufgabe geht es darum, einen Flugweg und vorher angegebene Fluggeschwindigkeiten sehr genau einzuhalten. Dazu braucht man einen Rundkurs (oder Zickzack) über mehrere Wendepunkte.
      An zwei Stellen dieses Kurses muss eine Überflugzeit genommen werden. Dazu kann man als ersten Punkt die Schwelle der Startbahn nehmen. (Dort steht ein Helfer, notiert Kennzeichen und genaue Überflugzeit mit einer Funkuhr (auf die Sekunde genau). Man muss den Kurs so legen, dass nach zwei oder drei Wendepunkten (benachbarte Flugplätze, an denen jemand den Überflug zur Kontrolle notiert (mit minutengenauer Zeit), eine in der Karte klar definierte Linie (Straße, Eisenbahn etc) überflogen werden muss. Hier versteckt sich jemand im Gras und beobachtet mit dem Fernglas den Überflug der Teilnehmer und notiert wieder sekundengenau die Überflugzeit. Wichtig ist, die breite des Korridors und wegen der Erkennbarkeit auch die Flughöhe - genau festzulegen.
      Aus der ersten und der zweiten Zeit und der sehr sorgfältig auszumessenden Strecke lässt sich die Geschwindigkeit über Grund berechnen. Diese gemessene Geschwindigkeit wird mit der vor dem Start deklarierten Geschwindigkeit verglichen und aus der Differenz ein Punktwert errechnet. Klinkt kompliziert, ist es aber nicht.
      Zur Dokumentation der Überflugpunkte kann man auch Digitalfotos zulassen. Vor dem Start das Flugzeug und dann alle Wendepunktfotos in der vorgeschriebene Sequenz fotografieren lassen. Lässt sich schnell am Computer auswerten, wenn man die Wendepunkte gut kennt oder wenn man sich vorher Referenzfotos gemacht hat.

      Navigation
      Zum Beispiel ein Flug von A nach B. Am Punkt B hat man mit großen weißen Tüchern einen neuen Kurs ausgelegt, der dann zu fliegen ist, bis zu einer Auffanglinie. Bitte nicht die einzige Eisenbahnlinie in der Gegend wählen, weil sonst jeder weiß, wie er zu fliegen hat. An dieser Auffanglinie liegt ein weiteres Zeichen, dass wieder einem neuen Kurs entspricht (voher sagt man X= 322 Grad, Y =110 Grad, Z = 97 Grad). Je nach dem, welches Zeichen man findet, geht der neue Kurs, beispielsweise bis zu einem Flugplatz. Dort liegt wieder ein Zeichen aus und dann geht es zurück zum Platz.
      Entweder die Zeichen müssen in einer Kartenkopie genau eingezeichnet werden oder sie müssen fotografiert werde oder man muss sie nach der Landung richtig auf einen Zettel schreiben.

      Ökonomie
      Ziel ist es, mit einer definierten Menge Benzins möglichst lange in der Luft zu bleiben. Dieser Wettbewerbsteil ist sehr aufwändig in Vorbereitung und Kontrolle. Zunächst sind die Wettbewerbsgeräte vollständig zu enttanken. Die erste Kontrolle erfolgt hier i.d.R. durch andere Wettbewerbsteilnehmer oder Teamsleader. Zur Kontrolle der vollständigen Entleerung werden die Maschinen gestartet und bis zum Spritmangelstop betrieben. Dann wird dem einzelnen Wettbewerbsteilnehmer - wieder unter wechselseitiger Kontrolle - eine zuvor genau abgewogene und nach dem Wiegen versiegelte Menge Sprit übergeben und von ihm getankt. Für den Start wird hier ohne feste Startreihenfolge mit einem Startfenster gearbeitet, d.h. jeder Teilnehmer kann seinen Start in einem vorgegebenen Zeitintervall selbst terminieren.
      Die Landung hat nach Ziellanderegeln in einem 100-Deck zu erfolgen. Der Wettbewerbsteillnehmer muß in der Lage sein, mit Motorkraft das Landefeld zu verlassen und bis zu einem vereinbarten Checkpoint zu rollen. Um die Sicherheit bei dieser Aufgabe zu erhöhen und ein Außenlanderisiko zu vermeiden ist es auch möglich, eine Restspritmenge zu vereinbaren, deren Unterschreitung nach Rückkehr mit Minuspunkten belegt wird - das ist allerdings ebenso aufwändig, wie die Betankungsprozedur.

      Also: So oder ähnlich können die Aufgaben aussehen. Sie können in sinnvoller Weise auch in einem Wettbewerbsdurchgang kombiniert werden (z.B. eine Nav-Aufgabe als Geschwindigkeitsdreieck mit deklarierter Höchstgeschwindigkeit angelegt, um die Spritmenge deutlich zu reduzieren und damit sehr lange Flugzeiten bei der Ökonomieaufgabe zu vermeiden...u.s.w.)
      Konkrete Beispiele aus Nördlingen (DM/EM) könnt ihr hier herunterladen
      -   A_Boxsuche.doc
      -   A_Kreisbogen.doc
      -   A_KursGeschFotos.doc
      -   A_ÖkonomieSpeed.pdf
      -   A_ÖkonomieSpeedtriagle.doc

      Aber wie gesagt: alles nur Beispiele (Weitere unter Section 10 - 2008 Annex 3 & 4.doc oder leszno_task_catalouge.pdf.) ...und.....GPS ist nicht erlaubt, das versteht sich von selbst.

  • Ist Wettbewerbsfliegen nicht gefährlich?
  • Braucht man dazu spezielle, teure Wettbewerbsgeräte?
  • Wie fängt man das Wettbewerbsfliegen denn nun an?
  • Wie waren z.B. die UL-Europameisterschaften 2008 in Leszno (PL)?
  • Deutsche WettbewerbspilotInnen 2009?
  • WMC 2009 in Tschechien
  • EM 2010 in Sywell