Stand: 30.07.2009
Augen auf am Niederrhein!
Aufgrund der steigenden Bewegungszahlen am Flughafen Niederrhein (EDLV) kommt es zu einer erhöhten
Durchmischung von IFR- und VFR-Flugverkehr im Luftraum über dem Gebiet Niederrhein. Die DFS weist, in
Abstimmung mit dem "Ausschuss Unterer Luftraum" (AUL) des DAeC, mit einer kompakt gehaltenen
Information auf die Verkehrsverdichtung hin und möchte mit dieser Maßnahme alle Piloten dafür
sensibilisieren, den Luftraum bewusst zu nutzen, damit gefährliche Begegnungen vermieden werden.
Wir bitten alle Piloten, die den Großraum Niederrhein befliegen, die
Information
zu lesen und zu verinnerlichen und bitten zugleich die Vereine, ein Exemplar am "Schwarzen Brett" an exponierter Stelle auszuhängen und in den Briefings auf den Inhalt hinzuweisen.
G. Rademacher
Sprecher AUL-West
Stand: 09.03.2009
Luftraumgespräch NRW 2009
Am 7. März fand in Bergneustadt ein Erfahrungsaustausch zwischen Luftsportlern und der DFS statt. Da die Luftraumstruktur in NRW 2009 keine Änderungen erfahren wird, war das Ziel der Veranstaltung, die Verfahren zu reflektieren und, wenn möglich, Optimierungen zu vereinbaren, um eine optimale Nutzung des Luftraums zu erreichen. Für die DFS war Ronald Heyne, unser Ansprechpartner in Langen, vor Ort und stellte sich den Fragen und Anliegen der Anwesenden. Für die Räumlichkeiten und die Bewirtung hatte Bezirksvorsitzer Johannes Krakau trefflich gesorgt.
Breiten Raum nahm zunächst das Verfahren zur Aktivierung von Segelflugsektoren ein. Gerade zu Beginn der Saison 2008 war auf der Ansagefrequenz leider häufig nichts zu hören: es waren in NRW keine Segelflugsektoren aktiviert. Dabei hatte der DAeC LV NRW mit seinem Flyer "six steps to heaven" für eine breite Information über das Verfahren gesorgt. Im Gespräch wurde deutlich, dass an Geländen, die unter den Lufträumen liegen, eher die Tendenz festzustellen ist, die örtliche Betriebsbestimmung zu aktivieren. Die Anwesenden waren sich einig, dass in der Saison 2009 vermehrt die Segelflugsektoren aktiviert werden, damit uns dieses sinnvolle Instrument erhalten bleibt. Herr Heyne sagte zu, die Lotsen in Langen über die Segelflugsektoren zu briefen. Sowohl bei den Lotsen, als auch bei den Segelfliegern, kann der Kenntnisstand über die Flexibilisierung des Luftraums verbessert werden. Herr Heyne informierte darüber, dass gerade für den Bereich Köln eine personelle Unterdeckung bei den Lotsen herrscht, die nicht in kurzer Zeit abgebaut werden kann.
Im Anschluss an das eher allgemeine Thema Segelflugsektoren wurden örtliche Regelungen angesprochen und zum Teil bereits Absprachen getroffen. Die Fallschirmspringer aus Marl werden einen gesonderten Termin Langen erhalten, um eine Verbesserung ihrer speziellen Nutzung des Luftraums zu erreichen. Weitere Themen waren die Anmeldung von Kunstflügen und die Wirkung von kommerziellen Fotoflügen. Als letzter Punkt wurde der Flugplatz Niederrhein thematisiert, bei dem die IFR-Bewegungszahlen rapide ansteigen und wo möglicherweise für 2010 über die Einführung einer TMZ nachgedacht wird.
Das Treffen verlief sehr sachlich und war geprägt durch ein hohes Maß an Sachkompetenz aller Beteiligten.
Stand: 25.04.2008
Einführung von TMZ in den Niederlanden
Der Luftsport in den Niederlanden wird durch die Einführung großräumiger transponder mandatory zones (TMZ) erheblich beeinflusst. Ab dem 5. Juni 2008 müssen alle Luftfahr-zeuge, also auch nicht motorgetriebene wie Segelflugzeuge, Ballone und Hängegleiter, mit einem Transponder Mode S ausgerüstet sein, wenn sie einen als TMZ definierten Luftraum befliegen wollen. Dies gilt selbstverständlich auch für deutsche Luftsportler, die den Luftraum über den Niederlanden nutzen wollen.
Die Untergrenzen der TMZ werden erst eingeführt und dann in zwei Schritten abgesenkt, sodass ab dem 8. April 2010 flächendeckend ab 1200 ft MSL an Werktagen für alle Luftfahrzeuge die Notwendigkeit besteht, mit einem Transponder Mode S ausgerüstet zu sein.
Die nachfolgende Tabelle zeigt, welche TMZ-Untergrenzen in den drei Zeitstufen gelten:
| |
Untergrenze der TMZ in Höhe ab Stichtag |
| |
05. Juni 08 |
09. April 09 |
08. April 10 |
| TMZ A |
FL 065 |
FL 045 |
1200 ft MSL |
| TMZ B |
|
FL 045 |
1200 ft MSL |
| TMZ C |
FL 065 |
FL 045 |
1200 ft MSL |
| TMZ D Nord |
FL 065 |
FL 045 |
1200 ft MSL |
| TMZ D Süd |
2500 ft MSL |
|
1200 ft MSL |
| TMZ E |
FL 065 |
FL 045 |
1200 ft MSL |
| TMZ Eelde |
1500 ft MSL |
|
1200 ft MSL |
| TMZ G 1 |
|
FL 045 |
1200 ft MSL |
| TMZ Maastricht |
1500 ft MSL |
|
1200 ft MSL |
| TMZ Rotterdam |
2500 ft MSL |
|
1200 ft MSL |
Bei den rot markierten Gebieten Malden, Schinveld und Veendam gelten regionale Ausnahmeregelungen.
Das AIC - 07/08 vom 22. Mai 2008 in englischer Sprache finden Sie
hier
Wir appellieren an alle Piloten, die den Luftraum über den Niederlanden nutzen wollen, sich mit den Neuerungen vertraut zu machen, sich an die Regeln zu halten und den nieder-ländischen Fliegerkameraden die ohnehin komplizierte Ausübung des Luftsports nicht durch Luftraumverletzungen erschweren.
G. Rademacher
Sprecher AUL-West
Stand: 24.05.2007
Segelflugsektor Dortmund
In der Ausgabe 4/07 habe ich zum Segelflugsektor Dortmund ausgeführt, dass der Sektor nicht aktivierbar sei,
weil die Trennung von IFR- und VFR-Verkehren nicht gewährleistet ist. Die DFS hat nunmehr einen Vorschlag
für eine Lösung veröffentlicht, der in diesem Jahr in der Praxis auf seine Anwendbarkeit getestet werden
soll.
Die horizontale Ausbreitung des Segelflugsektors wurde dabei nicht verändert. Der Sektor wurde auf 5.500 ft über NN angehoben, die Mindesthöhe über der CTR beträgt 3.500 ft NN.
Regelungen zur Durchführung des Segelflugbetriebes
Segelflugzeugführer haben sich zeitnah vor Einflug in die Sektoren auf der Frequenz 126.15 MHz (Dauerrundfunksendung) über die Aktivierung der Sektoren zu informieren.
Segelflugzeugführer können die Aktivierung der Sektoren auf der Frequenz 125.225 MHz ("Langen Radar") beantragen. Ist der Sektor aktiv, gilt der Einflug als freigegeben.
Innerhalb der Sektoren ist ständige Hörbereitschaft auf der Frequenz 125.225 MHz ("Langen Radar") erforderlich, um über eine Deaktivierung unverzüglich informiert zu werden.
Die Deaktivierung der Sektoren erfolgt als Rundruf auf der Frequenz 125.225 MHz ("Langen Radar") und durch Änderung der Aufsprache auf der Frequenz 126.15 MHz (Dauerrundfunksendung).
Bei einer Deaktivierung eines Sektors müssen Segelflugzeugführer diesen innerhalb von zehn Minuten verlassen haben.
Das Einholen einer Einzelfreigabe ist bei aktivierten Segelflugsektoren nicht erforderlich, sofern sichergestellt ist, dass kein Einfliegen in die Kontrollzone Dortmund und den darüber liegenden Luftraum D bis 3.500 ft stattfinden wird. Kann ein Einfliegen in den Luftraum D außerhalb des Segelflugsektors nicht verhindert werden, ist schnellstmöglich Funkkontakt mit Langen Radar zwecks Erteilung einer Ersatzfreigabe aufzunehmen.
Wie oben ausgeführt, soll dieser Lösungsvorschlag im Jahr 2007 ausprobiert werden. Ich bitte daher darum, mir die gewonnenen Erfahrungen möglichst schriftlich zukommen zu lassen, mit Angabe des Datums und der möglichst genauen Uhrzeit.
Die Kartendarstellung und die Koordinaten der Sektoren sind wie immer zentral auf der Homepage des DAeC veröffentlich und zu finden unter
www.daec.de/se/sektoren.php
Rückmeldungen auch aus anderen NRW-Gebieten sind sehr erwünscht, denn nur dann können wir Eure Interessen und Erfahrungen vertreten.
Stand: 19.04.2006
IFR-Flugverkehr vs. Segelflug
Linienflieger und Segelflieger nutzen zum Teil denselben Luftraum. Das Kennen der Zwänge und Möglichkeiten des
Anderen trägt zum gegenseitigen Verständnis und damit zur Erhöhung der Sicherheit bei. Flugkapitän Andreas Milde
von der Vereinigung Cockpit kennt beide Seiten und hat seine Erkenntnisse in einem Artikel für das „VC-Info“
zusammengestellt, den wir
hier
auch den Segelfliegern zur Lektüre ans Herz legen.
Stand: 14.03.2006
Flughafen Niederrhein
Der Flugverkehr am Flughafen Niederrhein (Weeze) wurde neu definiert, wovon auch die VFR-Nutzungsmöglichkeiten
betroffen sind. Das entsprechende NOTAM finden Sie
hier .
Wir bitten um Beachtung.
Stand: 08.09.2005
Klartext
Der Luftraum ist unser Sportplatz, der droht durch Neu- und Ausbauten neuer Flugplätze weiter eingeschränkt
zu werden. Die Projekte in Münster/Osnabrück und Kassel sollen hier als Beispiele für unsere Region
genannt werden. Als Begründung für die Investitionen wird häufig argumentiert, Flughäfen seien
Jobmaschinen und würden die Region enorm stärken.
Eine Studie der Deutsche Bank Research ,
die Anfang November 2005
vorgestellt wurde, räumt jetzt schonungslos mit derlei Irrglauben auf.
Hier
kann die achtseitige Studie nachgelesen und runter geladen werden. Wir legen sie allen Lusftsportlern
zur Lektüre ans Herz. Die Ergebnisse stärken die Position des Präsidiums des LV NRW, das sich klar gegen
die Dezentralisierung des Luftverkehrs in NRW ausgesprochen hat. Die vielen in der Arbeit zusammengetragenen
Aspekte können aber auch die Arbeit vor Ort die Argumentationsbasis gegen Ausbauvorhaben stärken.
Überzeugen wir gemeinsam die politisch Verantwortlichen davon, dass weniger mehr sein kann.
Stand: Herbst 2004
Neue Problemregion: der Niederrhein
Kaum haben wir uns in NRW mit den neuen Lufträumen des Jahres 2004 vertraut gemacht
und kaum sind die Verfahren eingespielt, schon drohen neue Beschränkungen. Ausgangspunkt
ist der stark wachsende IFR-Flugbetrieb am Flughafen Niederrhein. Die Hinweise der DFS,
die wir Hier veröffentlichen, sollten alle Flieger lesen, die den niederrheinischen Luftraum
befliegen wollen.
Die aktuellen Informationen des AUL des DAeC zum gleichen Thema, einschl. Kartenmaterials,
finden Sie: Hier
Ergänzung zu Niederrhein:
Die DFS hat zudem das AIC VFR 3 veröffentlicht. Durch die Definition eines "Gebietes mit erhöhter Aufmerksamkeit" in der Umgebung von EDLV soll versucht werden, die Flugsicherheit bis zur Einführung einer TMZ zu gewährleisten.
Das AIC finden Sie: Hier
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