Einladung zur Modellfliegertagung NRW 2013

Alle Informationen zur Modellfliegertagung NRW 2013 findst du hier: Einladung 2013

Erleben. Entdecken. Ausprobieren – AIRLEBNIS 2013

Mal eine andere Luftportart ausprobieren, Jugendliche aus anderen Vereinen kennenlernen oder als Segelflieger einfach mal auf einem anderen als den heimischen Platz fliegen. Das sind nur ein paar Gründe, die das Airlebnis zu einem ganz besonderen Event machen. Einen ausführlichen Bericht könnt ihr in der kommenden Ausgabe des Luftsportmagazins lesen. Ein paar Bilder gibt es aber schon heute.

F1E Pfingstwettbewerbe auf der Wasserkuppe

Wolfgang Hofmann

Zu Pfingsten trafen sich auch in diesem Jahr wieder Modellflieger auf der Wasserkuppe, um in zwei DAeC Ranglistenwettbewerben ( Nr. 34 & 35 / 2013 ) die Sieger im Hangflug mit ihren überwiegend magnetgesteuerten, freifliegenden Modellflugzeugen zu ermitteln.

Durch Ranglistenwettbewerbe werden die Mitglieder der Nationalmannschaft des Folgejahres und damit der nächsten Europameisterschaft ermittelt. Die Ergebnisse der beiden Pfingstwettbe-werbe werden dieses Jahr auch zur Wertung der Landesmeisterschaften NRW und Hessen herangezogen.

Veranstalter der Wettbewerbe war wie in den Vorjahren die Gesellschaft zur Förderung des Segelflugs auf der Wasserkuppe e.V. Ausgerichtet wurden sie durch die Modellfluggruppe “Die Kolibris“ des FSV Oberhausen e.V. Für die Kolibris waren dies der 65. und 66. F1E Wettbewerb, den sie seit ihrer Gründung im Jahre 1951 durchführten.

Vorbereitungen auf den nächsten Durchgang

Vorbereitungen auf den nächsten Durchgang

Am Samstagmorgen lag der Berg der Flieger erst einmal in den Wolken. Ein von Südwesten nach Nordosten durchziehendes Zwischenhoch ermöglichte es, den Wettbewerb um 14:00 Uhr zu eröffnen. Der Startplatz lag am Südhang westlich des Fernsteuerbereiches. Von hier aus konnten bei südwestlicher Luftströmung mit Windgeschwindigkeiten zwischen 2 und 5 m/sec drei Durchgänge mit maximalen Flugzeiten von 150, 210 und 270 Sekunden geflogen werden. Neun von zehn Teilnehmern erreichten im ersten Durchgang Maximalzeit. Vier von ihnen waren in den beiden nachfolgenden Durchgängen nochmals erfolgreich. Somit war ein Stechen erforderlich, um die Reihenfolge der Sieger zu ermitteln. Im ersten Stechen hatte Christian Winker Pech. Sein Modell landete schon nach 24 Sekunden. Friedrich Wankerl verzichtete auf einen Start im zweiten Stechen, dass keine Entscheidung zwischen Karl-Heinz Ritterbusch und Werner Ackermann brachte. Da letzterer im dritten Stechen nicht mehr antrat, siegte Karl-Heinz mit einem Flug von 193 Sekunden. Um 19:15 Uhr endete der erste Wettbewerbstag. Im Wald hängende Modelle konnten noch am gleichen Abend geborgen werden.

Zweiter Wettkampfstag

Am Sonntag herrschten Ost – Nordostwinde mit einer Geschwindigkeit von 1 – 6m/sec. Ab 10:45 Uhr starteten acht Erwachsene und vier Jugendliche im ersten Durchgang. Nur Friedhelm Mehr gelang es von der an der rechten Seite des Südhanges gelegenen Startstelle die Maximalzeit von 180 Sekunden zu erreichen. Im zweiten Durchgang wurde die Maximal-zeit auf 120 Sekunden herabgesetzt. Nunmehr waren sechs Piloten erfolgreich. Die in den beiden letzten Durchgängen vorgegeben 150 Sekunden wurden von sechs bzw. fünf Piloten erflogen. Werner Michel konnte sich über seinen schönen einzigen Flug mit Maximalzeit im letzten Durchgang nicht wirklich freuen, da sein Modell am Zuckerhang im Wasserreservoir der dortigen Skianlage landete. Bei der Bergung rutschte er auch noch auf den Plastikbahnen ins kalte Wasser. Aber was zählt eine nasse Hose im Vergleich zu einem glücklich geborgenen Modell. Gewonnen hat diesen Wettbewerb Christian Winker. Er führte damit auch in der Jugendwertung.

Neun frisch getaufte Rhönindianer an der Fuldaquelle

Neun frisch getaufte Rhönindianer an der Fuldaquelle

Im Anschluss an das Fliegen fanden im neu erbauten Restaurant der Fliegerschule um 18 Uhr die Siegerehrungen beider Wettbewerbe statt. Der Leiter der Wettbewerbe, Wolfgang Hofmann, überreichte an die drei Erstplatzierten Urkunden und an die Jugendlichen zusätzlichen Pokale für die erzielten Leistungen.

Zum Abschluss der Wettbewerbstage hatte der FSV Oberhausen, als besonderen Höhepunkt für alle Teilnehmer, die seit vielen Jahren nicht mehr durchgeführte Taufe zum Rhönindianer/in vorbereitet. Neun Teilnehmer folgten Friedhelm Mehr an die Fuldaquelle und ließen sich von ihm mit nur acht Grad kaltem Quellwasser taufen. Stolz, diese Tortur überstanden zu haben, nahmen alle ihre Urkunden entgegen und präsentierten sich an der Quelle zu einem Erinnerungsfoto.

Fazit

Die Wasserkuppe hat auch in diesem Jahr wieder gezeigt, dass der Südhang, als einzig fliegbarer Bereich für F1E Flieger, ein modellfliegerisch höchst anspruchsvolles Gelände ist, auf dem auch bei östlichen und westlichen Windströmungen geflogen werden kann. Die anderen Hänge sind entweder ökologisch wertvolle FH Gebiete (Nordhang) oder tragen einen sehr hohen, dichte Baumbestand (Westhang), der F1E Starts und Landungen nicht zulässt.

Hightech wie die Großen: F3B Modellflug-Szene in Lünen

Hightech, Sport und hohes fliegerisches Können kommen bei der F3B-Szene zusammen. Die ferngesteuerten Segelflugmodelle werden aus hochmodernen Werkstoffen gefertigt und müssen drei Disziplinen beherrschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Zeit-, Strecken- und Speedflug. Bilder sagen bekanntlich mehr als Worte: Die Modellflieger der Flugsportgruppe Lünen e.V. haben beeindruckende Videos von ihrem Sport erstellt. Gleichgesinnte finden auf der Website des Vereins die Ausschreibung zum 16. Lippeweiden Pokal Wettbewerb 2013 und unter „Was ist F3B?“ weitere Infos.

34. Landesjugendtreffen

Reinhard Streisel

Vom 04.-07. April 2013 fand das Landesjugendtreffen Modellflug in Schmallenberg statt. Insgesamt 20 Jugendliche und 9 Betreuer fanden den Weg, trotz erneuten Wintereinbruchs, in die Jugendherberge Schmallenberg.

Altbekannte Gesichter aber auch viele neue Jugendliche freuten sich auf ein Wochenende mit Modellbau und natürlich auch Modellflug. Der RCMC Düsseldorf, bei dem die Jugendarbeit im Mittelpunkt steht, stellte zwei Mannschaften.
Als erstes wurde ein ferngesteuerter Segler (Amigo) aufgebaut und durch die Mannschaften selbst eingeflogen. Dabei hatten schon einmal alle viel Spaß.

die selbstgebauten Raketen werden gestartet

die selbstgebauten Raketen werden gestartet

Neu im diesjährigen Programm waren Vorträge. Max Finke (14 Jahre) hatte einen Vortrag zum „Aerodynamischen Widerstand“ vorbereitet, Wolfgang Höfs zum Thema „Schwerpunkt und Einstellwinkeldifferenz“ und Reinhard Streisel berichtete von den Teilnahmen an der Europameisterschaft in F3J 2011 und F3K 2012, bei der Max Finke den Vizeeuropameistertitel holte.
Am zweiten Tag war Kreativität gefragt. Jeder Jugendliche erhielt ein Balsabrettchen und sollte daraus ein Modell bauen, das später auf ein DIN A4 Blatt passen musste. Im Ergebnis entstanden tolle Konstruktionen. Später wurde ausgetestet, welches in der Halle am weitesten fliegt. Da der Wettbewerbsgedanke das gesamte Wochenende im Vordergrund stand, gingen diese Flüge auch in die Wertung mit ein. Alle Jugendliche hatten viel Spaß und möchten diesen Teil im nächsten Jahr wiederholen.
Die nächste Aufgabe war der Bau eines Wurfgleiters (Baukasten von Graupner) und das Erreichen von maximalen Flugzeiten im Freigelände. Hier zeigte sich, wer gut gebaut hatte, denn der hatte auch den größten Erfolg.
glückliche Teilnehmer des Landesjugendtreffens

glückliche Teilnehmer des Landesjugendtreffens

glückliche Teilnehmer des Landesjugendtreffens[/caption] Der Höhepunkt war der Raketenbau. Jeder Teilnehmer hatte Gelegenheit seine eigene Rakete zu bauen und diese am Sonntagmorgen, bei relativ gutem Wetter, zu starten. Die Regeln hier sind vergleichsweise simple. Sieger ist, wer die größte Höhe erreicht. Diese werden durch einen Höhenlogger gemessen.
Gesamtsieger an diesem Wochenende war die Mannschaft aus Dortmund. Die Siegerehrung wurde durch unseren Präsidenten Stefan Klett durchgeführt. Wir können auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken, auf der sich alle wohlgefühlt haben. Mit Anregungen fürs nächste Jahr freuen wir uns schon jetzt auf das 35. Landesjugendtreffen im Modellfug.

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