Protektorentreffen 2015

Der Ausschuss Luftfahrt und Schule (ALuS) lädt vor dem Verbandstag am Sonntag, 22. November 2015, zum 3. Protektorentreffen ein.
 
Beginn: 11 Uhr
Ort: Stadthalle Kamen, Rathausplatz 2/4, 59174 Kamen

Die Veranstaltung steht unter folgendem thematischen Schwerpunkt:

„Welche finanziellen Fördermöglichkeiten gibt es
für Vereine bei Kooperationen mit Schulen?“

Dazu geplant sind ein Vortrag und ein gegenseitiger Erfahrungsaustausch. Gerne können darüber hinaus auch allgemeine Angelegenheiten zum Bereich Luftfahrt und Schule geklärt werden.

Schülerfluggemeinschaften aufgepasst!

Schülerfluggemeinschaften im Modell- und/oder Segelflug, die mit einem Mitgliedsverein des AEROCLUB NRW kooperieren, können für ihre/n Leiter/in einen Antrag auf Gewährung einer Aufwandsentschädigung stellen.

Der Antrag muss durch den/die Schulleiter/in bzw. bei Ersatzschulen durch den Schulträger über den zuständigen Ausschuss für den Schulsport an den Landessportbund NRW gerichtet werden. Der Online-Antragszeitraum für das Schuljahr 2015/16 läuft vom 8. Juni bis zum 2. September 2015. Weitere Informationen gibt es im Bereich Schule und Fliegen unter der Rubrik Schülerfluggemeinschaften – Finanzierung. Merkblätter, Formulare und Hinweise zum Verfahren gibt es hier.

LSV Grenzland bringt Liebfrauen-Schüler in die Luft

Wie entsteht Wind? Wie ist eine Warmfront aufgebaut? Und warum freut sich ein Segelflieger so über Quellwolken? Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen sich 15 Schüler der Liebfrauenschule Mülhausen in Theorie und Praxis. Gemeinsam besuchen sie die Arbeitsgemeinschaft „Physik des Fliegens“, die der Luftsportverein Grenzland in Kooperation mit dem Grefrather Gymnasium seit Mitte April durchführt.

 

Einmal in der Woche steht für die Neuntklässler der Liebfrauenschule zurzeit eine Einheit zu einem Thema aus der Physik der Fliegerei auf dem Stundenplan. Und so prangt an einem der Montagnachmittage, an denen die AG bis zu den Sommerferien immer stattfindet, bereits groß der Begriff „Meteorologie“ an der weißen Tafel im Erdkunderaum, als die Schüler diesen betreten. Trockene Kost? Fehlanzeige! Denn Marius Stelzer, Segelflieger beim LSV Grenzland und selbst Schüler jener Grefrather Schule, versucht den Teilnehmern das Wissen rund ums Fliegen möglichst lebendig und anschaulich zu vermitteln.

Marius Stelzer (li.) vermittelt den AG-Teilnehmern in zwölf Einheiten Theorie und Praxis des Fliegens.

Marius Stelzer (re.) vermittelt den AG-Teilnehmern in zwölf Einheiten die Theorie und Praxis des Fliegens. Fotos (2): Heiner Fischer

So lernen die Schüler zum Beispiel von dem 17-jährigen Luftsportler, was Thermik ist, wie sie entsteht und wie ein Segelflieger diese nutzt, um am Himmel seine Kreise zu ziehen. Marius Stelzer leitet gemeinsam mit dem Physiklehrer André Kaiser, der bei fachspezifischen Angelegenheiten weiterhilft, die Arbeitsgemeinschaft. Neben der Meteorologie stehen dort natürlich auch noch andere Themen auf dem Programm. Navigation, Mechanik oder das Modellfliegen sind weitere Bereiche, die die Teilnehmer in zwölf Unterrichtseinheiten bearbeiten.

Und neben aller Theorie soll es für die 15 Schüler am Ende der AG, kurz vor den Sommerferien, noch einmal richtig praktisch werden – und zwar auf dem Flugplatz Grefrath Niershorst. Denn dann geht für sie der Traum vom Fliegen in Erfüllung, wenn sie jeweils gemeinsam mit einem der Fluglehrer des LSV Grenzland im Segelflugzeug in die Luft gehen dürfen.

Weitere Kooperationsbeispiele zwischen Luftsportvereinen und Schulen gibt es hier.

Landesprogramm fördert 1000 Sportvereine mit je 1000 Euro

Im Jahr 2015 können Sportvereine für Projekte im Ganztagsbereich von Schulen und in Kindertageseinrichtungen wieder eine Förderung von je 1000 Euro erhalten. Möglich macht dies das Landesprogramm „1000×1000 – Anerkennung für den Sportverein“. Darüber können sich 1000 NRW-Sportvereine um jeweils 1000 Euro bewerben.

Das Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen (MFKJKS) und der Landessportbund Nordrhein-Westfalen fördern gemeinsam das Engagement von Sportvereinen im Ganztag von Schulen und in Kindertageseinrichtungen.

Luftsportvereine, die sich aufgrund einer Kooperation im Ganztags- oder Kitabereich für eine Fördersumme von 1000 Euro bewerben möchten, müssen sich bitte mit ihrem jeweils zuständigen Stadt- oder Kreissportbund (SSB/KSB) in Verbindung setzen. Dort erhalten sie weitere Unterlagen und Informationen, wie zum Beispiel die Antragsformulare und die Antragsfristen. Die Anträge müssen ebenfalls beim jeweiligen SSB/KSB eingereicht werden.

Zielsetzung des Landesprogramms „1000×1000 – Anerkennung für den Sportverein“ ist es unter anderem, die Sportvereine zu motivieren, mit Schulen und Kindertageseinrichtungen zu kooperieren. Bestehende Kooperationsformen für Sportvereine im schulischen Ganztag oder mit Kindertageseinrichtungen sollen erweitert, neue Aktionen entwickelt und neue Ausgestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Das Landesprogramm soll Sportvereine im Rahmen ihrer Kinder- und Jugendarbeit unterstützen, damit sich diese als verlässlicher Bildungs- und Erziehungspartner kommunal etablieren können.

Mit ZI:EL innovative Projekte realisieren

Der AEROCLUB NRW hat seine Mitgliedsvereine Ende Januar zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, um ihnen das Förderprogramm ZI:EL genauer vorzustellen. Mit diesem lassen sich im Jahr 2015 innovative und kreative Projekte, die von jungen Menschen unter 27 Jahren geplant und durchgeführt werden, finanziell fördern.

Junge Menschen im Ehrenamt? Sie gibt es nach wie vor! Allerdings haben sich ihre Motivationen für ein Engagement ein klein wenig verändert. Denn durch Schule, Ausbildung oder Studium stehen junge Leute vor immer mehr zu bewältigenden Aufgaben. Und da sind für einen ehrenamtlichen Einsatz vor allem Faktoren, wie Spaß, Unverbindlichkeit und Selbstbestimmung gefragt.

Dieser Tatsache widmet sich das Förderprogramm ZI:EL, das die Deutsche Sportjugend (dsj) initiiert hat. „Es gibt jungen Menschen die Möglichkeit, eigene Projektideen zu entwickeln und zu verwirklichen“, sagt Janina Schwake, Referentin der Sportjugend NRW im Bereich Kinder- und Jugendpolitik, die den Vertretern der Luftsportvereine während des Infoabends das Förderprogramm erläuterte. Mit ZI:EL sollen Jugendliche nachhaltig für ehrenamtliches Engagement gewonnen werden. Das Programm fördert Maßnahmen und Projekte, die aktuelle und gesellschaftliche relevante Themen, wie zum Beispiel die Flüchtlingspolitik oder den Klimawandel behandeln.

Auf der Informationsveranstaltung gab es teils rege Diskussionen.

Auf der Informationsveranstaltung gab es teils rege Diskussionen.

Finanziell unterstützt werden aber auch Projekte, bei denen junge Menschen angesprochen werden, die bisher noch nicht ehrenamtlich aktiv sind. Wichtig zu beachten ist: Bei ZI:EL werden keine Maßnahmen gefördert, die es bereits bei dem jeweiligen Verein oder Verband gibt. „Es geht um Innovation beim eigenen Verein oder Verband“, sagt Janina Schwake, „das heißt man darf sich gute Projektideen von anderen „abgucken“ und bei sich selber ausprobieren.“ Kurz gesagt: Neue Projekte und vorhandene Projekte, die weiterentwickelt werden, können über ZI:EL gefördert werden.

Von der Jugendgruppe zum J-Team

Ebenso von ZI:EL unterstützt, wird die Gründung von J-Teams. Dies sind Gruppen von Jugendlichen und/oder jungen Erwachsenen, die sich in einem Team gemeinsam engagieren. Ein neu gegründetes J-Team bekommt als Grundausstattung einen Moderationskoffer sowie einen/eine Berater/-in zur Seite gestellt, der/die bei der Teamfindung hilft. „Eine J-Team-Gründung ist für alle Vereine interessant, die noch kein J-Team haben“, erläutert Referentin Janina Schwake. Heißt: Auch aus einer bereits vorhandenen Jugendgruppe darf ein J-Team gegründet werden.

Sind nun Projektideen für die Jugendarbeit im Verein oder Verband vorhanden oder ist eine J-Team-Gründung geplant, muss ein entsprechender Antrag gestellt werden. Der Aufwand ist dabei gering, denn den Antrag stellt der AEROCLUB NRW für seine jungen Luftsportler/-innen an die Sportjugend NRW. Bei allen Projektideen sollte jedoch vorher zunächst das Feedback der Mitarbeiter/-innen des AEROCLUB NRW eingeholt werden, um abzuklären, ob diese auch über ZI:EL förderbar sind. Die Förderung erfolgt nach Bedarf, ab einer bestimmten Summe muss jedoch ein Eigenanteil geleistet werden.

Die Teilnehmer tauschten ihre Erfahrungen untereinander aus.

Die Teilnehmer tauschten ihre Erfahrungen untereinander aus.

Das Förderprogramm ZI:EL steht für „Zukunftsinvestition: Entwicklung jungen Engagements im Sport“ und ist ein Projekt der Deutschen Sportjugend (dsj). In Nordrhein-Westfalen wird es vom Referat Kinder- und Jugendpolitik der Sportjugend NRW umgesetzt. ZI:EL wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) aus Mitteln des Kinder- und Jugendplanes des Bundes (KJP) gefördert.

 

Hintergrundinfo: Was ist ein J-Team?

Ein J-Team (Jugendsprecherteam) ist ein loser Zusammenschluss von Jugendlichen, der aus mindestens drei Personen im Alter bis 27 Jahren besteht. Es setzt eigene Projekte um, organisiert Veranstaltungen und Aktionen selbst und engagiert sich in der Jugendarbeit. Ein J-Team ist kein gewähltes Gremium. Mitglieder können jederzeit aussteigen oder sich anschließen und müssen für eine Teilnahme kein Mitglied in einem Verein sein.

Ziel Logo Ministerium

 

Ansprechpartnerin für ZI:EL beim AEROCLUB NRW:

Nina Heithausen

Tel. 0203 / 77 8 44 – 51

heithausen@aeroclub-nrw.de

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