Fliegerischer Rückblick von Aachen-Merzbrück

VON REINHOLD SÄNGER

Landesleistungsstützpunkt Segelflug

Begeistert waren nicht nur die Teilnehmer am Lehrgang des Luftsportvereins Aachen (LVA) in Puimoisson (Südfrankreich), der Trainer-Fortbildung und dem D-Kader-Training in St. Auban, sondern auch vom EuregioCup und dem schwungvollen Kunstfluglehrgang der FVA in Merzbrück. Nicht zu vergessen, das Projekt der FH Aachen, die Summerschool. Der Verein Nordstern führte einen Anfängerlehrgang in Merzbrück durch.

Mentales Training

Die Flugsaison 2013 begann zur Einstimmung und Vorbereitung Anfang März mit einem mentalen Training für Piloten. Der Trainer Uli Schulz konnte selbst trockene Themen lebendig rüberbringen. Uli hat alle 13 Teilnehmer vorbereitet, auf kritische Situationen angemessen reagieren zu können.

St. Auban

Die jährliche Trainerfortbildung in Verbindung mit dem D-Kadertraining in St. Auban ist aus den NRW-Aktivitäten nicht mehr wegzudenken. Neben 13 Teilnehmern waren auch vier Piloten vom Landesleistungsstützpunkt Aachen-Merzbrück dabei. Trotz des teilweise schwierigen Wetters konnten in den Seealpen interessante Trainingsflüge bis zu 500 km unternommen werden.

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13. EuregioCup

Von den beteiligten 17 Segelflugzeugen wurden insgesamt 11.000 km in Flügen zwischen 160 und 400 km geflogen. Angesichts der schwierigen Maiwetterlagen ein kaum vorstellbares Ergebnis. Es wurde durch gute Vorhersagen der Meteorologen Bernd Fischer und Rudi Zeller in den Wetternischen geflogen. So kamen tatsächlich sieben Wertungstage von neun Wettbewerbstagen zustande, ein für andere Segelflugwettbewerbe in NRW und Rheinland Pfalz traumhaftes Ergebnis, da diese teilweise nur einen Wertungstag aufzuweisen hatten.
Auch der 14. EuregioCup wird 2014 am Segelflugleistungsstützpunkt Aachen Merzbrück ausgerichtet.

Puimoisson, die Alpen von oben

Die Segelflieger des Luftsportvereins Aachen absolvierten in Südfrankreich einen Alpenfluglehrgang.
Viele tausend Kilometer entlang traumhafter Berge wurden wieder mit den Segelflugzeugen des Luftsportvereins Aachen (LVA) im Alpenfluglehrgang in Süd-Frankreich geflogen. Der Flugplatz liegt in der Haute Provence in einer Höhe von 770 Metern über NN. Durch die morgendlichen Briefings wurden die Streckenflieger auf die Wetterverhältnisse und die Gegebenheiten auf den geplanten Strecken vorbereitet. Im Gegensatz zum Flachlandfliegen erfordert Gebirgsfliegen mehr Schulung, Übung und während des Fluges mehr Konzentration, da dicht oberhalb oder unterhalb des Berggrats geflogen wird. In dem dreiwöchigen Lehrgang wurden 200 Flüge mit 450 Stunden Flugzeit und 20.000 Kilometer geflogen.

Die Gasttrainer Maik Kühlenborg und Sebastian (Sepp) Hessner unterstützten den LVA Trainer Reinhold (Nöll) Sänger bei den Alpeneinweisungen. Auch die Anfängerschulung kam nicht zu kurz.
Der Landesleistungsstützpunkt Segelflug Aachen-Merzbrück wird weiterhin mit seinen Fluglehrern und Trainern daran arbeiten, Segelflieger und Flugschüler auszubilden, damit sie an Wettbewerben teilnehmen und Streckenflüge selbstständig unternehmen können.

Kopsüberlehrgang

Mitte September richtete die Flugwissenschaftliche Vereinigung Aachen (FVA) einen einwöchigen Kunstfluglehrgang in Aachen mit acht Schülern und drei Lizenzinhabern aus. Lehrgangsleiter war Tobias Hamacher (Ginger). Weitere Mitgliedsvereine der Idaflieg nahmen teil: Die Akafliegs Karlsruhe, München, Stuttgart und Braunschweig. Zum Einsatz kamen eine ASK 21, eine DG 1000 und freundlicherweise konnten die vom Hersteller PZL zur Verfügung gestellte SZD 54 und die SZD 59 vom Segelflugförderverein Rheinland Pfalz ebenfalls genutzt werden. Alle Teilnehmer konnten trotz des schwierigen Wetters mit Erfolg die Prüfung ablegen. Ein fortgeschrittener Kunstflieger konnte das bronzene Kopsüberabzeichen erfliegen.

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Einladung Bezirksversammlung Münster

Die Einladung zur Bezirksversammlung Münster am 25.10.2013 findest du hier

Offiziersausbildung in der dritten Dimension

Angehende Offiziere lernen in der Segelflugschule Oerlinghausen

Die Luftwaffe ist im Umbruch. Auch im Bereich der Offiziersausbildung beschreitet man neue Pfade. Durch moderne Methodik und Didaktik soll die Nachhaltigkeit der Ausbildung erhöht werden. So werden zum Beispiel auch die Praxis-Anteile erhöht werden. Schon im Oktober werden die ersten Offiziersanwärter den Hörsaal gegen ein Flugzeugcockpit tauschen. Als Partner konnte hierfür die Segelflugschule Oerlinghausen gewonnen werden.

Über den Wolken

Ab dem 07. Oktober 2013 wird das erste Kontingent der Offiziersanwärter an der Segelflugschule in Oerlinghausen/Nordrhein-Westfahlen erste praktische Erfahrungen in der dritten Dimension sammeln. 25 Flüge in einem Segelflugzeug vom Typ „Schleicher ASK 21“ beinhaltet der einwöchige Schnupperkurs. Außerdem werden die Offiziersanwärter Einblicke in die Welt der Avionik, des Luftrechts, der Meteorologie, der Navigation sowie technischer Grundlagen erhalten.

Die Segelflugschule Oerlinghausen

Unterrichtet werden die angehenden Offiziere vom erfahrenen Personal der Segelflugschule Oerlinghausen. „Nach einer bundesweiten Ausschreibung und der Auswertung der Angebote ist die Wahl letztlich auf Oerlinghausen gefallen“, begründet Oberst i.G. Rattay die Entscheidung. Der Flugplatz ist mit 25.000 jährlichen Segelflugzeugstarts weltweit führend und beheimatet mehrere Luftsportvereine.

„Der Vorsitzende des Vereins Segelflugschule Oerlinghausen Bruno Gantenbrink und Aeroclub NRW Präsident Stefan Klett begrüßen die Entscheidung der Luftwaffe außerordentlich und sehen darin ein tolles Zeichen der Akzeptanz. Die Luftsportschule des Landesverbandes ist nach wie vor eine vorbildliche Einrichtung und führend am deutschen Markt und darüber hinaus.“

Geschäftsführer der Schule Georg Hemdkendreis, Präsident Stefan Klett und Volker Engelmann und Hendrik Jäschke als Koordinatoren zwischen Luftsport und Luftwaffe bei ihrem Besuch des Standes der Segelflugschule Oerlinghausen auf der Aero 2013.

Geschäftsführer der Schule Georg Hemkendreis, Präsident Stefan Klett, Volker Engelmann und Hendrik Jaeschke als Koordinatoren zwischen Luftsport und Luftwaffe bei ihrem Besuch des Standes der Segelflugschule Oerlinghausen auf der Aero 2013.

72. Deutscher Segelfliegertag

Aller guten Dinge sind drei!

Liebe Segelfliegerinnen, liebe Segelflieger, liebe Freunde des lautlosen Fluges,

der Aero Club Hagen e.V. und der DAeC-Landesverband Nordrhein-Westfalen haben bereits zum 3. Mal innerhalb von 10 Jahren die Aufgabe der Ausrichtung des Deutschen Segelfliegertages übernommen. Alle Segelfliegerinnen und Segelflieger Deutschlands und darüber hinaus, möchten wir zu einem Tag der Begegnung und Information herzlich einladen.

Wir hoffen, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Zur Homepage geht es hier: segelfliegertag-2013.de/

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Ziellandungen im Regen – Jugendvergleichsfliegen

Joel Wagner

27 Flugschüler und junge Lizenzpiloten folgten der Einladung der Luftsportjugend und machten sich mit ihrem Team auf den Weg nach Bonn-Hangelar.

Schon Tage zuvor war abzusehen: Trocken wird es nicht. Das Orgateam des Aeroclub Bonn-Hangelar und des LSV Bonn-Rhein-Sieg war top vorbereitet. Am Freitagabend wurde beim Eröffnungsbriefing der Startaufbau für kurz vor Acht angekündigt. Eine gute Entscheidung. Die Flugzeuge konnten trocken aufgerüstet werden. Zwei Piloten schafften es vor der ersten Regenpause in die Luft.

Eine Stunde später ging es dann richtig los – mit den Wertungsflügen. Neben einem sauberen Start gehörten Rollübungen, Kreiswechsel und eine präzise Platzrundeneinteilung samt Ziellandung vor den Augen der Jury zum Programm. Zwischendurch mussten die Tragflächen immer wieder abgeledert werden. Auf Slips wurde wegen des schlechten Wetters verzichtet. Für Nicht-Flieger: Damit ist der Seitengleitflug gemeint, um die Sinkgeschwindigkeit beim Landen zu erhöhen.

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Bewertet wurden die Flüge abwechselnd von zwei Juryteams, den Fluglehrern. Zweimal musste die Startrichtung geändert und das gesamte Feld auf die andere Seite des Platzes geschoben werden. Bis zum Abend konnten immerhin zwei vollständige Wertungsrunden durchgeführt werden. Nach Grillfest und Hallenfete am Abend wurden am Sonntagmorgen die Gewinner gekührt. Joel-Fabio (AC Bünde), Felix (AC Ratingen) und Mara (AC Bonn-Hangelar) landeteten auf den ersten Plätzen. Unser Lukas wurde Elfter von insgesamt 27 Teilnehmern. Das Jugendvergleichsfliegen ist für viele Flugschüler die erste Chance, sich mit Gleichgesinnten zu messen, erste Wettbewerbserfahrung zu sammeln und so den Ehrgeiz und die Lust für spätere “Geradeausflug-Wettbewerbe” zu entwickeln. Den Orignialartikel und weitere Bilder findet ihr hier.

Die Gewinner: 1. Joel-Fabio Hasse 2. Felix Ehrlich 3. Mara Lunemann

Die Gewinner: 1. Joel-Fabio Hasse 2. Felix Ehrlich 3. Mara Lunemann

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