Mein erster Alleinflug

Karoline Aldenhoff

Oft schon besuchte ich mit meiner Familie diverse Flugtage in Deutschland, Niederlande und Belgien und war fasziniert von der Vielfalt und wünschte mir, einmal selber so fliegen zu können.

Fliegen lernen? Mit 13 Jahren? Geht das denn überhaupt? Ich machte mich auf zum nächsten Flugplatz (Wesel – Römerwardt), um ich dort zu informieren. Dort angekommen, suchte ich mir den nächsten Fluglehrer. Bevor er mir mitteilen konnte, ob ich mit 13 anfangen kann, musste er sich erst mal bei der Bezirksregierung schlaumachen.

Vorm Start

Nach einigem Hin und Her erreichte mich dann die erlösende Nachricht: JAAAA es geht! Jedoch mit einer „Krücke“, nämlich nur als Schnuppermitglied. Aber was machte das schon – ich konnte fliegen und das vom vorderen Sitz aus.
Im Anschluss an diesen Schnupperkurs konnte die reguläre Ausbildung mit Ausnahmegenehmigung der Bezirksregierung Düsseldorf begonnen werden. Wann immer möglich waren die Wochenenden voll verplant und ich nutzte wirklich jede Gelegenheit in die Luft zu kommen. So kamen 80 Starts zusammen und die Saison 2012 war zu Ende. Ich war aber immer noch keine 14 Jahre alt. War wohl nix mit dem ersten Alleinflug in 2012, ich konnte doch schon alles!!!!

Die nächste Saison kommt bestimmt und die Winterarbeit ist mit Sicherheit auch interessant

So bastelte ich mit den anderen Jugendlichen unter Aufsicht des Werkstattleiters an den Flugzeugen und allen anderen Geräten herum, bis wir am 12. Januar 2013 die Winde zu einigen Probeschlepps ausprobieren mussten. Auch die Wettervorhersage für den Folgetag war gut und so entschloss sich der „harte Kern“ einen spontanen Flugbetrieb für den Folgetag zu organisieren.

Was wurde das für ein Wochenende

Ich ahnte ja noch nicht was da kommen sollte. Klar war ich am nächsten Tag dabei, die eisigen Temperaturen störten mich nicht. Gerade 1 Woche vorher bin ich 14 Jahre alt geworden. Nach einigen Checkflügen für Winde und Fluglehrer, hatte ich auch schon wieder 2 doppelsitzige Starts absolviert. Bevor es zum dritten Mal in die Luft gehen sollte, stieg mein Fluglehrer aus und meinte ich solle alleine fliegen! Was habe ich daraufhin gefiebert, mich vorbereitet, bin die Platzrunde 1000 mal in Gedanken alleine geflogen. Jetzt war es soweit und ich war sooooo aufgeregt. Dann ging alles ganz schnell, Haube zu, Flieger und Funk gecheckt und ab nach oben.

Überglücklich nach bestandener A-Prüfung

Was war das für eine Ruhe! Keiner hinter mir, keine Kommentare, alles klappte wie am Schnürchen. Querabflug, Gegenanflug, mehrere Kurvenwechsel, Position, Queranflug, Endanflug, Klappen, Abfangen, Ausschweben und Landung mit ausrollen. Passt, der entsprechende Kommentar über Funk kam sofort: Gleich noch zweimal! Gesagt – getan. Fertig waren die drei Alleinflüge und ich stolze Besitzerin der „A“-Schwinge.
Dies alles war aber nur mit Hilfe der Bezirksregierung möglich, da mir diese eine Sondergenehmigung erteilte. Hierbei auch ein großes „Dankeschön“ an den Ausbildungsleiter der Luftsportfreunde Wesel und an alle wackeren Helfer.

Die Saison kann kommen – Förderverein für Leistungssegelflug

Daniel Neutzler

Der Förderverein für Leistungssegelflug NRW e.V. hat in seiner Vergabesitzung am 12. Dezember 2012 die Piloten ausgewählt, die im Jahr 2013 gefördert werden. Förderpiloten im Jahr 2013 sind: Lukas Heidler, LSG Steinfurt e.V., (Discus 2c), Tim Sirok, LSV Meschede e.V., (Discus 2c), Michael Fischer, SFG Stadtlohn e.V., (LS4 WL), Sven Schwind, Aero-Club Hagen e. V., (LS4 WL) und Daniel Neutzler, FSV Schameder, (LS4 WL).

Ende Februar trafen sich die Förderpiloten in Bonn-Hangelar, um ihre Vorhaben für die Saison 2013 zu erläutern. Dazu gehören unter anderen das Sammeln von Erfahrung im Streckenflug, Teilnahme an Wettbewerben und Qualifikationswettbewerben für die Deutsche Meisterschaft der Junioren 2014, Streckenflug in Südfrankreich und vieles mehr.

Nach der Kontrolle von PPL, Medical und Flugbuch erklärte der Mentor des Fördervereins Günter Forneck die Bedingungen zur Nutzung der Förderflugzeuge und erläuterte die Verfahren bei der Übergabe der Flugzeuge. Danach fanden wir uns alle in der Werkstatt des aeroclub bonn-hangelar e.V. ein.
Erstes und wichtigstes Ziel war die Vorbereitung der Förderflugzeuge für die neue Saison. Dank der Unterstützung durch die Segelflugkommission NRW konnten wir in beide Segelflugzeuge neue Funkgeräte mit dem künftig obligatorischen Kanalabstand von 8,33 kHz einbauen. Schon im Vorfeld hatten die Werkstattleiter des aeroclub bonn-hangelar e.v. die LS 4, mit viel Arbeit, Einsatz, Spachtelmasse und PU-Lack wieder in einen exzellenten Zustand gebracht. Vielen Dank Helmut Bruders, Michael Meyn und Willi Baum für Eure Arbeit und dem aeroclub bonn-hangelar e.V. für die Bereitstellung der gut geheizten Werkstatt mit allen Geräten und benötigten Materialien.

Sonntags war die Teilnahme am Segelflugforum NRW 2013 angesagt. Hier haben die Förderpiloten für die Mitgliedschaft im Förderverein für Leistungssegelflug NRW e.V. geworben und die spannenden Vorträge der Referenten verfolgt. So konnten unter anderem neue Mitglieder gewonnen werden und die Vorfreude auf die kommende Saison vergrößert werden.
An dieser Stelle danken wir den Firmen StrePla und TopMeteo für ihre großzügige Unterstützung der Förderpiloten! Sie schaffen damit optimale Voraussetzungen zum erfolgreichen Überlandflug. Wer mehr über den Förderverein für Leistungssegelflug NRW e.V. erfahren möchte, Interesse an der Förderung junger Piloten hat oder selbst noch ein junger Pilot ist kann sich unter www.foerdervereinnrw.de oder auf facebook.com informieren.

Hanggliding in Chile

Ein Video, das den Traum der Menschheit zeigt. Pilot ist Thomas Weissenberger. In seinem Blog schreibt er über seine Projekte in Chile.

OLC Glider Race über der Rhön geplant

VON LOTHAR SCHWARK

Vom 27.Juli – 03. August 2013 findet auf der Wasserkuppe das OLC Glider Race statt. Piloten/innen mit ausreichender Wettbewerbserfahrung sollten sich baldmöglichst anmelden.

Wasserkuppe/Rhön. Als Top Wettbewerb des Jahres 2013 will sich das OLC Glider Race (Orientierung FAI Sailplane Grand Prix Rules) präsentieren. Ausgetragen wird das OLC Glider Race in der Standardklasse. Da diese bei Weltmeisterschaften National und international aus der klassischen Zuordnung zur 15-Meter-18-Meter und Offene Klasse herausgenommen wurde, will man der Standardklasse wieder die Bedeutung erteilen, die ihr eigentlich zusteht. Dass Standardklasse Flugzeuge nicht wesentlich der 15-Meter Klasse nachstehen, belegte das Grand Prix Finale 2011. Mit seinem Tagesieg beim dritten Wertungsflug flog Patrick Puskeiler auf Discus 2ax mit 119,4 km/h den 15-Meter Klasse Flugzeugen davon.

In Leszno/Polen hatte die Standardklasse 1958 ihren ersten WM-Auftritt. Mit zwei WM-Titel, jeweils auf K-6 erflogen, belegte der Hamburger Heinz Huth (1960 in Köln /1963 Junin Argentinien) das Erfolgsrezept der zu jener Zeit neu kreierten Wettbewerbsklasse. Auch in der Gegenwart hat die Standardklasse als attraktive Wettbewerbsklasse für viele Segelflieger weiterhin einen hohen Stellenwert. Die Idee zum OLC Glider Race hatte Reiner Rose bereits im Jahr 2006, um damit den Segelflug der Öffentlichkeit spannend darstellen zu können.

Seinerzeit scheiterte die Idee daran, dass kein vernünftiges Tracking-System zu einem vernünftigen Preis verfügbar war. Mittlerweile haben sich der technische Fortschritt und die Preisfrage deutlich verbessert. Der heilige Berg der Segelflieger ist für diesen Luftsportliche Event hervorragend geeignet. Mit täglich mehreren tausenden Besuchern ist die Wasserkuppe ein absoluter Besuchermagnet. Dass sich die Gäste für den Segelflug interessieren belegte das FAI Grand Prix Finale 2011 erkennbar. Während der Start und Landephasen bildeten sich ständig große Menschentrauben, die das Geschehen genau verfolgten. Ebenso fand die Flugwegverfolgung im Hangar 7 der Segelflugschule viel Anklang. Der Segelflug war an diesen Tagen in aller Munde.

Für maximal 20 Piloten/innen wird das OLC Glider Race im Jahr 2013 „Sport“ pur bringen. Wer die besondere Atmosphäre als Teilnehmer/in selbst erleben will, sollte sich schnellstmöglich unter mail@onlinecontest.org anmelden. Ausreichend Wettbewerbserfahrung wird vorausgesetzt. Je nach Anmeldeaufkommen orientiert sich die Wettbewerbsleitung an der IGC Ranking List. Als Organisationsgeld werden voraussichtlich 200 Euro veranschlagt. Es wird versucht, das die Unterkunft und das Schleppen durch Sponsoren abgedeckt wird. Reiner Rose wird das OLC Glider Race betreuen. Die Internetbetreuung übernimmt Eric Scharfenort (Redakteur OLC Magazin). Unterstützt wird er Presseseite von Lothar Schwark.

Während des Glider Race sind Hanno Obermayer (Grand Prix Direktor 2011) und Ebo Laur (neuer BWLV Präsident) über den ganzen Zeitraum als „ Wise Men“ (wichtige Berater im Hintergrund) auf der Wasserkuppe dabei. Auch die Fliegerschule Wasserkuppe stellt mit ihrem erfahrenen Schulleiter Harald Jörges ihre Infrastruktur zur Verfügung. Hier werden Teilnehmer und Besucher das neu erstellte und moderne Schulgebäude nutzen können. Die Wasserkuppe ist somit immer noch ein großer Anziehungspunkt für Flugsportfreunde und Naturgenießer aus der ganzen Welt.

Herbst-Fliegerlager in Schwarze-Heide führte zum Erfolg!

Von Kai Jordan

Die neue Thermikstube veranlasste die FSG Schwarze-Heide unter der Leitung von Peter Kitzelmann und Christoph Poschner zu einem gemeinsamen Fliegerlager der ansässigen Vereine.

Mit einem leckeren Brötchen und dem Wetterbericht im Gepäck, trafen sich die Flieger Montagmorgen zum Briefing. Ein paar von Ihnen konnten den Beginn der Flugwoche nicht abwarten und sind schon einen Tag vorher an den Platz gekommen.

„Erst einmal zusammenkommen“, hieß es. Bei der Analyse des Stüve-Diagramms und der Wetterkarte entstanden die ersten Ideen für einen Streckenflug. Natürlich durfte der Segelflugwetterbericht auch nicht fehlen. Die Vorhersage war besser als gedacht, dementsprechend stieg auch die Lust den Luftraum zu erkunden.

Herbstfliegerlager in Schwarze-Heide

Damit ging es dann zum Start. Die Vereinsflieger waren ordentlich gecheckt und startklar!
Der Windenfahrer saß bereits in seinem „Zentrum der Liebe, Lust und Leidenschaft“ und wartete voller Vorfreude auf die ersten Starts. Der Anfang für die Woche war gemacht. Gut gelaunte Flieger und „fluggeile“ Lehrer sorgten für eine tolle Stimmung. Los ging es mit ein paar Checkflügen. Die Seilrissübungen waren auch schnell Teil der Nickligkeiten der Fluglehrer. Natürlich durfte die ein oder andere Landung aus ungewohnter Position nicht fehlen! Schon am Anfang des Tages gab es den ersten Alleinflug von Sarah, einer angehenden Pilotin, die nun die Luft um und über Dinslaken auch alleine unsicher machen darf.

Vier Schüler stiegen auf den DiscusCS um und die ersten Flüge mit dem „neuen“ Flugzeug wurden durch Thermik beeinflusst und die gewohnte Platzrunde blieb aus!
Des Weiteren hatte ein Scheininhaber die Ehre einen Cirrus fliegen zu dürfen.
Am Abend fand dann das DeBriefing statt und das Ritual des ersten Alleinfluges wurde abgehalten. Am Abend wurde der Tag mit Gegrilltem gekrönt.

Auch der Dienstag versprach viel. Früh ging es raus und spät ging es zurück. Bis spät in die Nacht wurde am Lepo geschraubt und der Fehler am Anlasser lokalisiert. Dieter reparierte in Rekordzeit den Fahrmotor der Winde. Man muss schon zugeben eine Meisterleistung, da ein winziges Loch für den Fehler des ständigen Ausgehens verantwortlich war. Bei einem so riesigen Gefährt und so vielen Leitungen, Schalter und Relais den Fehler zu finden. Nicht schlecht!
Mittwoch war schon Bergfest. „Ein Bergfest? Hää watn dat?“ Einfach nur ein gemeinsames Zusammenkommen und dazu ein wenig Speis und Trank. Selbstgemachter Reibekuchen mit Apfelmus und dabei, man ahnt es schon, ein Getränk zur besseren Koordination der Stimmbänder und des Bewegungsapparates.

Besuch bei AirBerlin Technik

Donnerstag war alles perfekt. Eine Windenfahrerprüfung wurde aus dem Handgelenk geschüttelt und ein Seilriss mit Bravour behoben. Doch die Taluritklemme mit Schmackes aufs Seil zu prügeln ist eine Kunst.
Alles in allem kam aber die beste Situation im Flugplatzrestaurant zu Stande. Das Gesicht hätte man sehen müssen als die Bestellung aufgegeben wurde. „So viel? Gott steh mir bei!“ Man merke: Segelflieger sind hungrig! Das einzige was allen nicht gefiel war die Entscheidung das Fliegerlager schon „heute“ abzubrechen, der Wetterbericht verhieß für die kommenden Tage nichts Gutes mehr. Allerdings machte der Besuch bei AirBerlin Technik alles wett. Die Kinnladen standen unten und ein 330 im C-Check zu sehen ist schon was richtig tolles. Ein riesen Dank dafür!

Zusammenfassend eine richtig gelungene Woche mit wunderschönem Herbstwetter. Ok, nicht sonderlich viel Thermik, aber nutzbar, manchmal auch blau, mit viele Piloten und Pilotinnen, Fluglehrer, Schlepppiloten und Helfern. Es gab eine A, viele Umschulungen, eine Windenprüfung und die Einweihung unserer super gestalteten Thermikstube, die für künftige Übernachtungen und Feiern gewappnet ist.

Als nächstes steht die Aufstiegsfeier in den Startschuhen!

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