Longest Day mit drei Alleinflügen

von Thomas Wiehle

Schon traditionell nutzen die Piloten des Vereins für Segelflug Krefeld e. V. (VfS Krefeld) den längsten Tag des Jahres zum ausgiebigen Fliegen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang – so auch in diesem Jahr, wenn auch das Wetter nicht ganz mitspielte.

Impressionen um 5.17 Uhr

Impressionen um 5.17 Uhr

Bereits um 4:15 Uhr hatte sich am letzten Samstag eine große und hellwache Mannschaft des VfS Krefeld am Lilienthalweg 10 in Krefeld Traar eingefunden, um die Vorbereitungen zu diesem besonderen Flugbetrieb zu treffen. Pünktlich mit dem Sonnenaufgang um 5:17 Uhr war es dann soweit, der erste doppelsitzige Segelflieger hob vom Krefelder Egelsberg ab und verschaffte den beiden Segelflugpiloten einen herrlichen Ausblick über den noch recht verschlafenen Niederrhein. Schnell folgten weitere Starts, so dass fast alle einen Flug durch die noch ruhige und sonnige Morgenluft genießen konnten. Pünktlich und passend zur Frühstückspause, bei ordentlichem Rührei frisch aus der Pfanne, setzte dann ein erster Regenschauer ein.

So gestärkt, mit einem Blick aufs jetzt wieder freie Regenradar, konnte es zur zweiten Runde gehen. Hierbei stand jetzt Flugschüler Armin Dorsemagen im Mittelpunkt. Er präsentierte sich in so guter Form, dass die Fluglehrer Daniel Bredendiek und Klaus Spandick kurzerhand beschlossen, dass Armin fit für seine ersten drei Alleinflüge sei. Bei immer weiter böig auffrischendem Wind meisterte Armin Dorsemagen seine drei ersten Soloflüge (ohne Lehrer) souverän und zauberte seinen Fluglehrern ein stolzes Grinsen ins Gesicht – „Klasse gemacht, Armin!“

Sonnenaufgang auf dem Egelsberg

Sonnenaufgang auf dem Egelsberg

Nach diesem Höhepunkt zeigte sich der Wettergott nun aber von seiner negativen Seite und sorgte mit immer weiter zunehmendem Seitenwind (mit bis 60 km/h) für nahezu unfliegbare Bedingungen. Leider mussten die Piloten des VfS-Krefeld so ihr fliegerisches Tagesprogramm nach 42 Starts pünktlich zu Kaffee & Kuchen abbrechen. Die Zeit bis zum Sonnenuntergang wurde dennoch nicht lang, vielmehr konnte der Tag bei einer großen Pfanne Paella und bei leckeren Sachen vom Grill gebührend abgeschlossen werden.

Daniel Bredendiek, Klaus Spanick und Freiflieger Armin Dorsemagen

Daniel Bredendiek, Klaus Spanick und Freiflieger Armin Dorsemagen

Beim VfS Krefeld können Interessenten übrigens selbst das Segelfliegen erlernen und die Welt von oben erleben – Segelfliegen ist also kein unmöglicher Traum. Informationen zur Flugausbildung (die schon ab 14 Jahren oder auch noch im Rentenalter möglich ist) oder zum Vereinsleben gibt der VfS Krefeld herzlich gerne. Für persönliche Informationen stehen die Mitglieder ansonsten gerne Samstags von 14:00 bis 17:00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr am Flugplatz Krefeld-Egelsberg in Krefeld-Traar (dort meist am Windenstart) zur Verfügung.www.vfs-krefeld.de


Veranstaltungshinweis:
Großes Flugplatzfest Krefeld Egelsberg am 31.08. & 01.09.2013 (siehe auch www.airshow-krefeld.de)

TV-Tipp: WDR-Fernsehen: „Saisonauftakt Segelfliegen“

Endlich wieder Fliegen – Saisonauftakt Segelfliegen

Nach einem viel zu langem Winter ist die Segelflug-Saison nun endlich eröffnet. Zu seinem Saisonauftakt wird der Luftsportverein Wipperfürth e.V. von einem Kamerateam der Sendung „Sportlich unterwegs“ des WDR begleitet.

In atemberaubenden Bildern wird über unseren wunderschönen Sport berichtet, der leider eher selten als Fernsehsport übertragen wird. Umso so erfreulicher, dass wir ganze zwanzig Minuten Sendezeit erhalten. Die Moderation übernimmt Steffen Simon, seines Zeichen ebenfalls Segelflieger.

Guter Draht zur Sportredaktion des WDR, Aeroclub NRW Präsident Stefan Klett (Sportvertreter im WDR-Rundfunkrat) und Moderator Steffen Simon

Im Überblick:
Am kommenden Samstag, den 20.04.2013 um 16:00 – 16:21 in der Sendung „Sportlich unterwegs“ im WDR-Fernsehen der Beitrag „Saisonauftakt Segelfliegen“

Programmvorschau

Nach der Ausstrahlung wird es auch möglich sein den Beitrag in der WDR-Mediathek aufzurufen. Viel Spaß!

Mein erster Alleinflug

Karoline Aldenhoff

Oft schon besuchte ich mit meiner Familie diverse Flugtage in Deutschland, Niederlande und Belgien und war fasziniert von der Vielfalt und wünschte mir, einmal selber so fliegen zu können.

Fliegen lernen? Mit 13 Jahren? Geht das denn überhaupt? Ich machte mich auf zum nächsten Flugplatz (Wesel – Römerwardt), um ich dort zu informieren. Dort angekommen, suchte ich mir den nächsten Fluglehrer. Bevor er mir mitteilen konnte, ob ich mit 13 anfangen kann, musste er sich erst mal bei der Bezirksregierung schlaumachen.

Vorm Start

Nach einigem Hin und Her erreichte mich dann die erlösende Nachricht: JAAAA es geht! Jedoch mit einer „Krücke“, nämlich nur als Schnuppermitglied. Aber was machte das schon – ich konnte fliegen und das vom vorderen Sitz aus.
Im Anschluss an diesen Schnupperkurs konnte die reguläre Ausbildung mit Ausnahmegenehmigung der Bezirksregierung Düsseldorf begonnen werden. Wann immer möglich waren die Wochenenden voll verplant und ich nutzte wirklich jede Gelegenheit in die Luft zu kommen. So kamen 80 Starts zusammen und die Saison 2012 war zu Ende. Ich war aber immer noch keine 14 Jahre alt. War wohl nix mit dem ersten Alleinflug in 2012, ich konnte doch schon alles!!!!

Die nächste Saison kommt bestimmt und die Winterarbeit ist mit Sicherheit auch interessant

So bastelte ich mit den anderen Jugendlichen unter Aufsicht des Werkstattleiters an den Flugzeugen und allen anderen Geräten herum, bis wir am 12. Januar 2013 die Winde zu einigen Probeschlepps ausprobieren mussten. Auch die Wettervorhersage für den Folgetag war gut und so entschloss sich der „harte Kern“ einen spontanen Flugbetrieb für den Folgetag zu organisieren.

Was wurde das für ein Wochenende

Ich ahnte ja noch nicht was da kommen sollte. Klar war ich am nächsten Tag dabei, die eisigen Temperaturen störten mich nicht. Gerade 1 Woche vorher bin ich 14 Jahre alt geworden. Nach einigen Checkflügen für Winde und Fluglehrer, hatte ich auch schon wieder 2 doppelsitzige Starts absolviert. Bevor es zum dritten Mal in die Luft gehen sollte, stieg mein Fluglehrer aus und meinte ich solle alleine fliegen! Was habe ich daraufhin gefiebert, mich vorbereitet, bin die Platzrunde 1000 mal in Gedanken alleine geflogen. Jetzt war es soweit und ich war sooooo aufgeregt. Dann ging alles ganz schnell, Haube zu, Flieger und Funk gecheckt und ab nach oben.

Überglücklich nach bestandener A-Prüfung

Was war das für eine Ruhe! Keiner hinter mir, keine Kommentare, alles klappte wie am Schnürchen. Querabflug, Gegenanflug, mehrere Kurvenwechsel, Position, Queranflug, Endanflug, Klappen, Abfangen, Ausschweben und Landung mit ausrollen. Passt, der entsprechende Kommentar über Funk kam sofort: Gleich noch zweimal! Gesagt – getan. Fertig waren die drei Alleinflüge und ich stolze Besitzerin der „A“-Schwinge.
Dies alles war aber nur mit Hilfe der Bezirksregierung möglich, da mir diese eine Sondergenehmigung erteilte. Hierbei auch ein großes „Dankeschön“ an den Ausbildungsleiter der Luftsportfreunde Wesel und an alle wackeren Helfer.

Die Saison kann kommen – Förderverein für Leistungssegelflug

Daniel Neutzler

Der Förderverein für Leistungssegelflug NRW e.V. hat in seiner Vergabesitzung am 12. Dezember 2012 die Piloten ausgewählt, die im Jahr 2013 gefördert werden. Förderpiloten im Jahr 2013 sind: Lukas Heidler, LSG Steinfurt e.V., (Discus 2c), Tim Sirok, LSV Meschede e.V., (Discus 2c), Michael Fischer, SFG Stadtlohn e.V., (LS4 WL), Sven Schwind, Aero-Club Hagen e. V., (LS4 WL) und Daniel Neutzler, FSV Schameder, (LS4 WL).

Ende Februar trafen sich die Förderpiloten in Bonn-Hangelar, um ihre Vorhaben für die Saison 2013 zu erläutern. Dazu gehören unter anderen das Sammeln von Erfahrung im Streckenflug, Teilnahme an Wettbewerben und Qualifikationswettbewerben für die Deutsche Meisterschaft der Junioren 2014, Streckenflug in Südfrankreich und vieles mehr.

Nach der Kontrolle von PPL, Medical und Flugbuch erklärte der Mentor des Fördervereins Günter Forneck die Bedingungen zur Nutzung der Förderflugzeuge und erläuterte die Verfahren bei der Übergabe der Flugzeuge. Danach fanden wir uns alle in der Werkstatt des aeroclub bonn-hangelar e.V. ein.
Erstes und wichtigstes Ziel war die Vorbereitung der Förderflugzeuge für die neue Saison. Dank der Unterstützung durch die Segelflugkommission NRW konnten wir in beide Segelflugzeuge neue Funkgeräte mit dem künftig obligatorischen Kanalabstand von 8,33 kHz einbauen. Schon im Vorfeld hatten die Werkstattleiter des aeroclub bonn-hangelar e.v. die LS 4, mit viel Arbeit, Einsatz, Spachtelmasse und PU-Lack wieder in einen exzellenten Zustand gebracht. Vielen Dank Helmut Bruders, Michael Meyn und Willi Baum für Eure Arbeit und dem aeroclub bonn-hangelar e.V. für die Bereitstellung der gut geheizten Werkstatt mit allen Geräten und benötigten Materialien.

Sonntags war die Teilnahme am Segelflugforum NRW 2013 angesagt. Hier haben die Förderpiloten für die Mitgliedschaft im Förderverein für Leistungssegelflug NRW e.V. geworben und die spannenden Vorträge der Referenten verfolgt. So konnten unter anderem neue Mitglieder gewonnen werden und die Vorfreude auf die kommende Saison vergrößert werden.
An dieser Stelle danken wir den Firmen StrePla und TopMeteo für ihre großzügige Unterstützung der Förderpiloten! Sie schaffen damit optimale Voraussetzungen zum erfolgreichen Überlandflug. Wer mehr über den Förderverein für Leistungssegelflug NRW e.V. erfahren möchte, Interesse an der Förderung junger Piloten hat oder selbst noch ein junger Pilot ist kann sich unter www.foerdervereinnrw.de oder auf facebook.com informieren.

Hanggliding in Chile

Ein Video, das den Traum der Menschheit zeigt. Pilot ist Thomas Weissenberger. In seinem Blog schreibt er über seine Projekte in Chile.

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