Ultraleichtflug – Sportliche Disziplinen

Beim Ultraleichtflug kannst du dich in den Disziplinen Ziellandungen, Navigationsaufgaben sowie Ökonomie- und Präzisionsaufgaben messen.

Ziellandung

Auf der Landebahn wird ein 100 Meter langes und 25 Meter breites Feld abgesteckt. Am Anfang gibt es fünf je fünf Meter lange Felder. Das erste Feld zählt 250 Punkte, das nächste 200 Punkte und so weiter. Das letzte Feld bis zum Deckende zählt 25 Punkte. Ziel ist es, in dem höchstdotierten Feld mit dem Hauptfahrwerk aufzusetzen. Bei internationalen Wettbewerben wird die Landung per Video dokumentiert und bewertet.

Feste Regeln für den Anflug

Gestartet wird aus einem 100 Meter-Deck. Anschließend wird das Ziellandefeld in etwa 300 Metern Höhe in Landerichtung überflogen.
Über dem Ziellandefeld wird der Motor abgestellt. Je nach Platzvorschrift folgt eine ordentliche aber verkürzte Platzrunde (rechts oder links herum) und ein sauberer Anflug (slippen erlaubt) mit anschließender Landung.
Ziellandungen kommen im Wettbewerb häufig vor – sinnvoller Weise mit anderen Aufgaben gekoppelt. Pro Landung gibt es maximal 250 Punkte; bei anderen Aufgaben sind es maximal 1.000 Punkte.

Präzisionsaufgabe

Bei der Präzisionsaufgabe geht es darum, einen Flugweg und die vorher angegebene Fluggeschwindigkeiten exakt einzuhalten. Dazu wird ein Rundkurs (oder Zickzack) über mehrere Wendepunkte benötigt.
An zwei Stellen dieses Kurses muss eine Überflugzeit genommen werden. Wichtig ist, die breite des Korridors und wegen der Erkennbarkeit auch die Flughöhe genau festzulegen. Aus der ersten und der zweiten Zeit und der sehr sorgfältig auszumessenden Strecke lässt sich die Geschwindigkeit über Grund berechnen. Diese gemessene Geschwindigkeit wird mit der vor dem Start deklarierten Geschwindigkeit verglichen und aus der Differenz ein Punktwert errechnet.

Navigation

Hierbei wird ein Flug von A nach B geplant und geflogen. Am Punkt B wird mit großen weißen Tüchern ein neuer Kurs ausgelegt, der dann zu fliegen ist. Der neue Kurs führt beispielsweise bis zu einem Flugplatz. Dort liegt wieder ein Zeichen aus und führt zurück zum Startflugplatz.

Ökonomie

Ziel ist es, mit einer definierten Menge Benzin möglichst lange in der Luft zu bleiben. Dieser Wettbewerbsteil ist sehr aufwändig in Vorbereitung und Kontrolle. Zunächst sind die Wettbewerbsgeräte vollständig zu enttanken. Die erste Kontrolle erfolgt hier durch andere Wettbewerbsteilnehmer. Zur Kontrolle der vollständigen Entleerung werden die Maschinen gestartet und bis zum Spritmangelstop betrieben. Dann wird dem einzelnen Wettbewerbsteilnehmer eine zuvor genau abgewogene und nach dem Wiegen versiegelte Menge Sprit übergeben und von ihm getankt. Für den Start wird hier ohne feste Startreihenfolge mit einem Startfenster gearbeitet. Jeder Teilnehmer kann seinen Start in einem vorgegebenen Zeitintervall selbst terminieren.
Die Landung hat nach Ziellanderegeln in einem 100-Deck zu erfolgen. Der Wettbewerbsteillnehmer muß in der Lage sein, mit Motorkraft das Landefeld zu verlassen und bis zu einem vereinbarten Checkpoint zu rollen. Um die Sicherheit bei dieser Aufgabe zu erhöhen und ein Außenlanderisiko zu vermeiden ist es auch möglich, eine Restspritmenge zu vereinbaren, deren Unterschreitung nach Rückkehr mit Minuspunkten belegt wird.

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