Deutsche Saalflug-Meisterschaft mit Rekordbeteiligung

Veröffentlicht von , 01. August 2018

Text, Fotos: Bernhard Schwendemann

Mit einer Rekordbeteiligung wurde die Deutsche Saalflugmeisterschaft des DAeC am 21. und 22. Juli in Ingolstadt in einer sieben Meter hohen Sporthalle ausgetragen.

Uwe Bundesen (F1M-L, BW), Zenon Mokras (TH30, NI) und Rainer Lotz (Mini-Stick, SUI) heißen die neuen Saalflugmeister. Daniel Brandstetter (F1M-L, BW) und Valentin Glaeser (TH30, DMFV) gewannen jeweils die Junioren-Wertung. Gute Abstimmung von Modell, Luftschraube und Gummi, Gummiqualität und das sichere Steuern der Modelle mit einer langen Stange entscheiden beim Saalflug über den Sieg. Zusammenstöße im Flug und Drift gegen Hallenwände und Sportgeräte werden durch vorsichtiges Eingreifen mit langen Teleskopstangen verhindert. Die sehr große Beteiligung ist nicht zuletzt den Saalflug-Kursen zu verdanken, die Heinz Eder in der Flugwerft Schleißheim regelmäßig veranstaltet.

19 Piloten, darunter 10 Jugendliche, waren in F1M-Limited am Start. Diese Modelle wiegen bei einer Spannweite von 46 cm nur 3 g, maximal 1,5 g Gummi sind für den Antrieb erlaubt. Rumpfrohre, Verstellpropeller und Verspannungen sind hier nicht erlaubt, solche High-Tech Modelle fliegen in F1M. Mit 10:48 min erreichte Uwe Bundesen die längste Flugzeit des Wettbewerbs, bei dem die beiden besten von sechs Flügen in die Endwertung kommen. Mit insgesamt 21:29 min platzierte er sich knapp vor Werner Nimptsch (NI) mit 21:10 min. Daniel Brandstetter erreichte als bester Jugendlicher 17:53 min, das war Platz 4 in der Gesamtwertung.

In der Einsteigerklasse TH30 (30 cm Spannweite, 1,6 g Minimum) setzte sich Zenon Mokras mit 12:16 min an die Spitze des 16-köpfigen Starterfelds, darunter 8 Junioren. Auch hier war Werner Nimptsch der Zweitbeste (11:31 min). Mit 9:49 min gewann Valentin Glaeser die Jugendwertung, insgesamt Rang 6.

Bei den Mini-Sticks, das sind die kleinsten Wettbewerbsmodelle mit 18 cm Spannweite und einem Gewicht von 0,5 g, waren sechs Senioren unter sich. Rainer Lotz (15:19 min) schlug hier Günther Platz (BW) um 1 sec.
In der technisch anspruchsvollsten Klasse, F1M, flogen nur drei Piloten, bester war Werner Nimptsch mit 28:41 min.
Neben diesen offiziellen Klassen gab es noch einige Sonderwertungen. Unter den 16 Starten mit dem kleinen Einsteigermodell „Lillflygarn“ siegte Werner Nimptsch, bester Jugendlicher war Michael Willutzki (BY). In der Elektroklasse, die Energie für den kleinen Elektromotor wird in einem Kondensator gespeichert, war Uwe Bundesen der Beste. Neu war die von Heinz Eder initiierte Experimentalklasse, hier werden besondere Konstruktionen bewertet nach Flugeigenschaften, Innovation, Funktion und Bauausführung. Bester war hier Heinz Eder (BY).

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Das Bayerische Fernsehen war auch dabei, der Beitrag kann in der Mediathek abgerufen werden.
Weitere Fotos und die kompletten Ergebnisse gibt es auf der Webseite der Thermiksense.

Die siegreichen Jugendlichen in F1M-L (v.l.): 1. Daniel Brandstetter, 2. Hannes Dormann, 3. Martin Eitel / Foto: Bernhard Schwendemann