4. Soaring Cup des RCMC Düsseldorf e.V.

3. Teilwettbewerb der NRW-Landesmeisterschaften am 15.6.2014

mod_soaring1(v.l.n.r.: Tim Schindler, Wolfgang Höfs, Hans Gerd Schürmann, Jörg Vogelsang, Max Finke, Dieter Rybold, Jonas Hille, vorne: Christian Keulerz)

Wie schnell die Zeit doch vergeht. Am vergangenen Sonntag fand bereits zum vierten Mal der Soaring Cup beim RCMC Düsseldorf e.V. und damit in direkter Nachbarschaft zum Rhein statt – und das wie vom Vereinsvorstand versprochen, bei bestem Wetter. Die Platzbedingungen waren schlicht hervorragend, die Windrichtung passte optimal zur Platzausrichtung und das Wolkenbild am Himmel versprach neben einer ohnehin schönen Kulisse auch interessante Thermikflüge. So wundert es auch nicht, dass der RCMC Düsseldorf e.V. seit 2005 das „Übungszentrum NRW für den Segelflug-Modellsport F3J“ ist. Der Platz mit seinem opulenten Clubhaus ist schon etwas Besonderes.

Nachdem sich die Sonne am frühen Vormittag durch die bis dahin noch dichte Wolkendecke gekämpft hatte, entstanden reihenweise die für die Thermiksegelflieger so begehrten Ablösungen, im Fachjargon auch „Bärte“ genannt. Insgesamt 36 Piloten traten an, um genau diese ausfindig zu machen und für sich zu nutzen. Dennoch ging es keinesfalls nur nach oben, denn wie der Fachkundige weiß: Wenn es an einer Stelle steigt, geht es anderswo runter. Und so war es schon erforderlich, die Aufwindfelder aktiv zu erkunden. Das dies manchmal eine Zitterpartie wurde, konnte man auch bei den routinierten Profis sehen. Denn nach dem Windenhochstart am 100m Seil und gelungenem „Schuß“ (dem Fletschen-artigen ausklinken aus dem Seil) hat man natürlich nur eine sehr begrenzte Auswahl an Möglichkeiten/Gebieten, die man anfliegen kann bevor die dafür notwendige Höhe abgebaut ist. Da ist gute Strategie und Abstimmung des Piloten mit seinem Helfer gefragt, der jedem Piloten während seines Fluges und einschließlich der Landung zur Seite steht. Aber auch einen kühlen Kopf zu behalten ist wichtig, besonders dann, wenn man das erste Gebiet der Wahl erfolglos abgeflogen hat und dann auf dem Weg zum Nächsten in kräftiges „Saufen“, also sinken kommt. Da heißt es: Nerven behalten!

Nicht selten ist es dann auch erforderlich, sehr weit raus zu fliegen. Teilweise ist es dann schon schwierig, seinen Flieger in der Fluglage immer genau zu erkennen – und das bei Spannweiten von immerhin 3,5 bis 4m, welche hier üblicher Weise eingesetzt werden. Und so kämpfte sich das Pilotenfeld gut gelaunt in 4 Runden durch den Wettbewerb. Dabei wurde der individuell schlechteste Durchgang gestrichen, so dass die jeweils drei Besten in die Gesamtwertung kamen. Am frühen Nachmittag lagen die Ergebnisse vor:

Bei den Jugendlichen belegte Max Finke den ersten Platz und gewann damit auch den begehrten WEATRONIC Gutschein zur Förderung der Jugend über 150,- EURO. Ein echtes Novum wenn man bedenkt, dass heute kaum noch ein Hersteller Sachpreise sponsort. Zweiter wurde Jonas Hille, dicht gefolgt von Tim Schindler mit seinem Aspire auf dem dritten Platz.

Bei den Senioren belegte Christian Keulerz den ersten Platz. Auf Platz zwei fand sich Jörg Vogelsang, den dritten Platz belegte Dieter Reybold.

In der Klasse Edel-Senioren erreichte Hans-Gerd Schürmann den ersten Platz, gefolgt von Willy Hellemanns auf Platz zwei. Über den dritten Platz konnte sich Wolfgang Höfs freuen.

Mit freiem Fliegen endete für den, der noch wollte, dieser herrliche Wettbewerbssonntag. Wir freuen uns schon jetzt, nächstes Jahr wieder bei euch zu Gast sein zu dürfen. Kommenden Sonntag geht es zum nächsten Wettbewerb nach Dingden. Man darf auch hier wieder gespannt sein…

mod_soaring2(Max Finke)

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