Hightech wie die Großen: F3B Modellflug-Szene in Lünen

Hightech, Sport und hohes fliegerisches Können kommen bei der F3B-Szene zusammen. Die ferngesteuerten Segelflugmodelle werden aus hochmodernen Werkstoffen gefertigt und müssen drei Disziplinen beherrschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: Zeit-, Strecken- und Speedflug. Bilder sagen bekanntlich mehr als Worte: Die Modellflieger der Flugsportgruppe Lünen e.V. haben beeindruckende Videos von ihrem Sport erstellt. Gleichgesinnte finden auf der Website des Vereins die Ausschreibung zum 16. Lippeweiden Pokal Wettbewerb 2013 und unter „Was ist F3B?“ weitere Infos.

34. Landesjugendtreffen

Reinhard Streisel

Vom 04.-07. April 2013 fand das Landesjugendtreffen Modellflug in Schmallenberg statt. Insgesamt 20 Jugendliche und 9 Betreuer fanden den Weg, trotz erneuten Wintereinbruchs, in die Jugendherberge Schmallenberg.

Altbekannte Gesichter aber auch viele neue Jugendliche freuten sich auf ein Wochenende mit Modellbau und natürlich auch Modellflug. Der RCMC Düsseldorf, bei dem die Jugendarbeit im Mittelpunkt steht, stellte zwei Mannschaften.
Als erstes wurde ein ferngesteuerter Segler (Amigo) aufgebaut und durch die Mannschaften selbst eingeflogen. Dabei hatten schon einmal alle viel Spaß.

die selbstgebauten Raketen werden gestartet

die selbstgebauten Raketen werden gestartet

Neu im diesjährigen Programm waren Vorträge. Max Finke (14 Jahre) hatte einen Vortrag zum „Aerodynamischen Widerstand“ vorbereitet, Wolfgang Höfs zum Thema „Schwerpunkt und Einstellwinkeldifferenz“ und Reinhard Streisel berichtete von den Teilnahmen an der Europameisterschaft in F3J 2011 und F3K 2012, bei der Max Finke den Vizeeuropameistertitel holte.
Am zweiten Tag war Kreativität gefragt. Jeder Jugendliche erhielt ein Balsabrettchen und sollte daraus ein Modell bauen, das später auf ein DIN A4 Blatt passen musste. Im Ergebnis entstanden tolle Konstruktionen. Später wurde ausgetestet, welches in der Halle am weitesten fliegt. Da der Wettbewerbsgedanke das gesamte Wochenende im Vordergrund stand, gingen diese Flüge auch in die Wertung mit ein. Alle Jugendliche hatten viel Spaß und möchten diesen Teil im nächsten Jahr wiederholen.
Die nächste Aufgabe war der Bau eines Wurfgleiters (Baukasten von Graupner) und das Erreichen von maximalen Flugzeiten im Freigelände. Hier zeigte sich, wer gut gebaut hatte, denn der hatte auch den größten Erfolg.
glückliche Teilnehmer des Landesjugendtreffens

glückliche Teilnehmer des Landesjugendtreffens

glückliche Teilnehmer des Landesjugendtreffens[/caption] Der Höhepunkt war der Raketenbau. Jeder Teilnehmer hatte Gelegenheit seine eigene Rakete zu bauen und diese am Sonntagmorgen, bei relativ gutem Wetter, zu starten. Die Regeln hier sind vergleichsweise simple. Sieger ist, wer die größte Höhe erreicht. Diese werden durch einen Höhenlogger gemessen.
Gesamtsieger an diesem Wochenende war die Mannschaft aus Dortmund. Die Siegerehrung wurde durch unseren Präsidenten Stefan Klett durchgeführt. Wir können auf eine gelungene Veranstaltung zurückblicken, auf der sich alle wohlgefühlt haben. Mit Anregungen fürs nächste Jahr freuen wir uns schon jetzt auf das 35. Landesjugendtreffen im Modellfug.

Lindenbergpokal 2013

von Jens Issing

Am 12. Mai fand wieder der traditionelle Lindenbergpokal statt. 38 Teilnehmer kämpften in diesem Jahr um die begehrten Plätze in den Klassen Junioren, Senioren und Edelsenioren. Wettertechnisch hatte der Lindenberg dieses Jahr einiges zu bieten. Regen, Hagel, Sturm, Sonne – alles an einem einzigen Wettbewerbstag und in stetigem Wechsel.

Aber es wäre nicht der Lindenberg, wenn trotz Allem nicht doch brauchbare Flugbedingungen geherrscht hätten. So sorgte der stetige Westwind für meist gleichmäßiges Tragen. Selbst Peter Nelles, dessen Modell bei jedem Hochstart nach wenigen Metern aus dem Seil viel, schaffte in allen Durchgängen die Flugzeit von 4 Minuten. Allerdings bedeutet guter Hangwind für den Lindenberg auch immer einen Landeanflug durchs Lee. Wie schon in den vergangenen Jahren, war hier wieder die volle Konzentration und das Können des Piloten gefragt.
Aufgrund diverser Regenpausen entschied sich die Wettbewerbsleitung, den vierten Durchgang nicht mehr zu fliegen. Somit gingen alle Flüge ohne Streicher in die Wertung ein.

Nach den 3 Durchgängen standen folgende Platzierungen fest:

Sieger der verschiedenen Klassen

Junioren:

  1. 1. Max Finke
  2. 2. Gerrit Sonntag
  3. 3. Joris Stollwerck

Senioren:

  1. 1. Olaf Starmanns
  2. 2. Jörg Vogelsang
  3. 3. Dieter Rybold

Edelsenioren:

  1. 1. Hans-Gerd Schürmann
  2. 2. Wolfgang Keil
  3. 3. Martin Wunderlich

Die Wertungslisten können auf www.smc-siegen.de unter Downloads heruntergeladen
werden. In der Fotogalerie befinden sich weitere Bilder vom Wettbewerb. Auch in diesem Jahr geht wieder ein ganz besonderer Dank an Evelyn Höfs für die souveräne Wettbewerbsleitung und an unsere Damen für die gute Bewirtung.

Schleudercup 2013 in Duisburg-Walsum

Am 19. Mai fand in Duisburg-Walsum der Schleudercup 2013 (F3K) statt. Am start waren 32 Teilnehmer, darunter auch 7 Jugendliche. Bei herrlichem Sonnenschein und noch schwachem Wind waren die ersten Durchgänge mit einiger Thermik durchsetzt. Allerdings waren auch schon erste Absaufer zu verzeichnen. Im Laufe des Wettbewerbs kam etwas mehr Wind aus NO auf, so dass aufbalastiert werden musste. Die Verhältnisse erforderten schnelle Entscheidungen: „Schaffe ich es noch zu der ca. 150m entfernten Blase, oder bin ich im Absaufen gefangen?“ Neben sehr viel Können, war auch Glück gefragt.

Im weiteren Verlauf des Wettbewerbs wurden die Verhältnisse immer schwieriger und die Thermik fast unerreichbar. Manche Teilnehmer hatten sich mit 90 sec. schon überschätzt. Bei Minuten lang anhaltenden kalten Wind ging es gnadenlos nach unten. Es war insgesamt ein sehr anspruchsvolles Fliegen.

Insgesammt wurden 8 Runden geflogen. Am Ende des Tages standen die Gewinner fest. Bei den Senioren gewann Peter Aanen vor Jaap Hoogeboom und Detlev Schultz. Bei den Junioren gewann Matthias Freitag vor Oliver Rodefeld und Martin Dittrich. Ein großes Lob an den 1.FMC-Walsum für einen hervorragenden Wettbewerb. Nächstes Jahr wird wieder um den Cup geschleudert

Raketenwettbewerb im Sauerland

WOLFGANG HOFMANN

Während des 34.Landesjugendtreffens wurden, unter der Leitung von Paul Stania (“Raketen-Paul“, Aeroclub NRW Referent Raketentechnik), wieder etliche Raketenmodelle gebaut. Mit viel Freude haben 21 Mädchen und Jungen in Schmallenberg/Sauerland viel über den Raketenbau gelernt und konnten diese fast ohne Hilfe zusamenbauen.

Nach nur zwei Stunden Bauzeit hielten die meisten der Teilnehmer zum ersten Mal in ihrem Leben stolz einen selbstgebauten Raketenflugkörper der Klasse S1-B Ex (S1 = Höhenraketenmodelle, B – Motorgröße = 5 Ns, Ex = Experimental) in den Händen. Die Raketen haben einem Durchmesser von 25 mm und eine Länge von 47cm. Pyrotechnisch gehören diese Fluggeräte zur Klasse T1 (Gegenstand bis 20g Treibmasse). Treibsätze/Motoren dieser Klasse sind im Fachhandel frei verkäuflich. Am nächsten Morgen konnten es die Piloten kaum erwarten, die ersten Probestarts der Neubauten im Gelände durchzuführen. Nach ca. 5-6 s Steigflug mit Höchstgeschwindigkeiten von ca. 300 km/h wurden Gipfelhöhen von ca. 180 m erreicht.

Zwei Wochenenden später organisierte der LSV Lilienthal e.V. (Lüdenscheid) zusammen mit dem Veranstalter des Sauerländer Raketenflugtages (SRT) einen Raketenwettbewerb. Der Tag war kühl, aber sonnig. Zeitweise behinderten böige Winde aus nordöstlicher Richtung den Flugbetrieb. “Raketen-Paul“ hatte immer ein wachsames Auge auf die Starter. Bei Probestarts wurden die Zündschnüre der Raketenmotoren durch die Wettbewerber unter seiner Aufsicht gezündet. Die lange Bauweise des Sturmfeuerzeugs ermöglicht eine sichere Zündung der Motoren auch bei starkem Wind. Während des Wettbewerbs wurden alle Raketen elektrisch aus sicherer Entfernung gezündet.

1. Platz Florian Kerekes – 184m 2. Platz Daniel Kerekes – 180m 3. Platz Keno Köchling – 166m (v.r.n.l.)

Von der Starteinrichtung stiegen die Raketen nahezu senkrecht auf, lösten die Spitze nach Erreichen des Kulminationspunktes ab und glitten, ein Flatterband nach sich ziehend, sicher zur Erde zurück.
Die mit einem elektronischen Höhenmessgerät ausgestatteten Raketen stiegen auf Höhen zwischen 166 und 184m. Gewertet wurden pro Teilnehmer erzielten maximalen Steighöhen.
Nach der Siegerehrung verfolgten alle noch die Starts der wesentlich größeren, am SRT teilnehmenden Raketen. Beeindruckt von den spektakuläreren Starts und Flugbahnen der großen Raketenmodelle traten die Jugendlichen gegen 18 Uhr die Heimreise an. Sie bedankten sich bei Paul Stania und versprachen, im kommenden Jahr wiederzukommen.

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